Vom gute Bilder machen

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Im Grunde trifft das alles auf mich ja gar nicht zu.

Denn im Grunde bin ich weiterhin der Meinung, dass die anderen die guten Bilder machen und ich einfach hin und wieder nur Glück habe.

Und dann gibt es wieder diese Momente, in denen ich ganz bei Martin Gommel bin und mich auch auf den Standpunkt stelle, dass nicht die (teure) Kamera die guten Bilder macht, sondern der Kopf der dahinter steckt.

Ich bin ja selber immer wieder begeistert, was manche Leute da aus einer vermeintlich billigen Kamera alles zaubern. Zum Beispiel die Userin DieBirgit aus der View-Community, die es schafft mit einer „billigen“ Kamera großartige Selbstportäts zu machen, bei denen ich manchmal gar nicht wissen will, wie viele Fehlversuche sie braucht um solche Bilder hinzubekommen.

Letztlich waren es dann aber doch andere Faktoren, die noch dazu geführt haben, dass es in meinem Kopf das rumoren angefangen hat: Die Frage von Kollegen was ich von dieser oder jener Kamera halten würde und die Kritik vom PraetorCreech, dass meine Bilderlinks jetzt öfters mit Instagram beginnen würden.

Ich muss sagen, beides hat gut getan um sich mal wieder zu erden: Wo will ich mit meinen Bildern hin, wo komm ich her.

Blättere ich mich durch die Bibliothek der letzten Jahre, lässt sich schon erkennen, dass sich die Bilder verändert haben. Und das geräteübergreifend.

Wie schon eingangs erwähnt ist es nämlich scheinbar wirklich nicht die Technik die gute Bilder macht, sondern der, der das Motiv sieht, was andere vielleicht nicht sehen. Der im Kopf schon das Bild zusammenstellt, auch wenn er weder Kamera gezückt und vielleicht auch gar nicht dabei hat.

Die Technik macht es einem in manchen Situationen vielleicht einfacher oder eröffnet einem neue Möglichkeiten, aber sie macht eben keine Bilder. Man kann mit Equipment für über 1000 € genauso „nur Mist“ fotografieren, während jemand anderes mit einer Kamera für knapp 100 € tolle Bilder zaubern kann.

Vielleicht sollte man die ganze Technikdiskussion wirklich nicht so ernst nehmen und sich stattdessen, wie Martin Gommel fordert, wieder auf eines besinnen:

Den Grund warum man gerne fotografiert! Egal was die Bilder am Ende festhält.