Ein bisschen langweilig is‘ ja schon…

Es ist der heiße Spieleherbst!

Assassin’s Creed geht in die finale Phase, das neue Anno steht in den Startlöchern, Modern Warfare führt im dritten Teil alle Fäden der ersten beiden Teile zusammen, Battlefield 3 erhitzt die Multiplayer- und Datenschützergemüter, Batman schwingt, gleitet und prügelt sich durch Arkham City und so mancher scheint über den Himmelsrand gestürzt zu sein um sich mit fiesen Drachen anzulegen.

…und nichts davon liegt auf meinem Schreibtisch. Nicht etwa weil ich nicht die Zeit dafür finden würde, denn die bekomme ich immer irgendwo zusammengekratzt, sondern viel mehr weil mich davon, und auch von anderen Neuerscheinungen, grad sehr wenig reizt.

Vielleicht ist es eine temporäre Übersättigung mit den immer gleichen Settings und Szenarien, denn wirklich neu erfinden sich die aktuellen Spiele wirklich nicht (Der eheste Kandidat wäre für mich noch Batman, weil Teil eins einfach grandios war). Vielleicht hat den letzten Fitzel-kitzel des „Ich muss das sofort haben!“-Drangs auch DeusEx:HR gefressen. Da war der Drang nach diversen freudigen Rezensionen sehr groß und die Fallhöhe am Ende umso größer (sprichwörtlich „am Ende“). Damit gefallen ist auch die Bereitschaft im Moment für einen zwar optisch hübschen, aber gefühlt eher weniger innovativen Titel, irgendwas zwischen 40 und 70 € zu bezahlen.

Vielleicht spiele ich schon zu lange oder zu viel, aber ich habe das Gefühl beim „heißen Herbst“ schon das eine oder andere Gegenstück im Schrank stehen oder auf dem Pile of Shame liegen zu haben. Festmachen lässt sich das zum Beispiel an Skyrim:

Unbestritten optisch ein Knaller, wenn auch nicht so knallig, wie es die Trailer haben vermuten oder denken lassen, aber da liegt bei mir auch noch ein Dragon Age, dass in die gleiche Fantasy-Kerbe schlägt und einem Skyrim in seiner epischen bis-zu-120-Stunden-Breite um nichts nachstehen dürfte. Vielleicht nicht ganz so hübsch aber immer noch hübsch genug.

Will ich außergewöhnliches, abseits der ausgetretenen Franchise-Pfade, merke ich, wie ich immer öfter zu Indie-Games oder Klassikern greife. Letztere sind ein Thema für sich und die ersten bieten überraschend oft schon für den kleinen Geldbeutel sehr viel und sehr lange Spaß.

Vielleicht bin ich ja ein schwer traumatisierter Einzelfall, ein Kellerkind erster Güte, aber irgendwie lässt mich der heiße Spieleherbst doch sehr kalt. Aber das hat bestimmt auch irgendwas mit der globalen Erwärmung zu tun…

2 Kommentare

  1. Jule sagt:

    Ich würde sagen, du bist der lebende Beweis dafür, dass es wohl doch noch Wunder gibt… 😛

  2. Ich kann das völlig nachvollziehen.
    Weder Skyrim (da ich bei RPG Wert auf eine g
    fesselnde, gut erzählte Handlung lege), Battlefield, CoD: MW3 (kein Shooterfan)und Anno (hab noch nie verstanden was daran so toll sein soll) wollen unbedingt von mir gespielt werden. Ich vertröste mir die Zeit gerade mit Xenoblade und Skyward Sword auf der Wii und stelle mich seelisch und moralisch schon mal auf Star Wars: ToR ein. 😀

    Mit Dragon Age wirst du übrigens mindestens 80 Stunden gut unterhalten werden, sofern du die Ultimate Edition besitzt.

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