Am Samstag kommt das Känguru – Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe Kling hat sein eigenes Sams! Und es ist auch noch von ganz allein gekommen…

Zumindest wenn man davon ausgeht, dass dieses Sams keine Wünsche erfüllt, keinen Taucheranzug trägt und man unter „allein gekommen“ versteht, dass es einfach so eingezogen ist. Weil der Weg zum Kühlschrank dann halt nicht so weit ist…

Dieses Sams ist viel mehr ein kommunistisches, schnapspralinenabhängiges, Nirvana-zitierendes Känguru, dass gern ständig die Revolution ausrufen würde, schon im Vietnamkrieg dabei war und Marc-Uwe mehr oder weniger oft an den Rand des Wahnsinns bringt. Soweit die Ausgangslange in seinem Buch „Die Känguru-Chroniken“.

Sei es nun beim Diner im Dunkeln, bei der Demo oder beim Monopoly. Irgendwie behält das Känguru immer die Oberhand über das Geschehen und wenn es nur der Triumph ist, das letzte Wort zu haben.

Dort erzählt er, in kleinen, nur am Rande zusammenhängenden, Epdisoden von seinem Leben mit dem Känguru. Gerade die richtige Länge um mal eben vor dem Schlafen oder in der Straßenbahn noch ein, zwei Episoden zu lesen und in der Öffentlichkeit doof angeschaut zu werden, weil man sich mal wieder vor lachen kringelt. Oder eben am Stück in etwas mehr als zwei Stunden…

Langweilig wird es mit den beiden auf jeden Fall nie. Und selbst wenn man denkt, jetzt können nichts absurderes mehr kommen, packt der Autor doch noch einen aus und bringt den Leser wieder zum lachen. Je länger ich das Buch in der Hand hatte, umso mehr hatte ich das Gefühl, dass der Autor einfach mal die Sau in Form eines Kängurus rauslassen wollte. Denn es macht immer genau das, was man sich in so vielen Situationen denkt, aber teilweise nicht mal laut auszusprechen wagt. Wer würde schon offen zugeben, dass er auch gerne manchmal eine kläffende, schlecht erzogene Fußhupe einfach so über die Wiese kicken würde. Das Känguru kann das!

Ich kann das Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, der schonmal drüber nachgedacht hat, sich ein Känguru als Mitbewohner zuzulegen. Oder einfach Spaß an dieser absurden Konstellation hat!

Mittlerweile gibt es auch eine Fortsetzung namens „Das Känguru-Manifest“. Die Auszüge, die ich bereits daraus gehört habe, lassen nur einen Schluss übrig: Es geht so weiter wie es ist!

Also: Lesen, auf einem Bein hüpfen und dreimal die Internationale singen! 😉

 

Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe Kling
Ullstein Taschenbuch
ISBN: 978-3548372570

272 Seiten

7,95 €

4 Kommentare

  1. Holle sagt:

    Noch besser als das Buch sind die wöchentlichen Beiträge von Mrc Uwe-Kling und dem Känguru bei Radio Fritz. Unter dem Titel Neues vom Känguru vertont er dort die Erlebnisse aus seinen Büchern, was noch lustiger ist als das Buch zu lesen. Oder man sieht sich Herrn Kling mal live an, aber der bleibt ja viel zu gerne in Berlin 🙁

  2. hazamel sagt:

    Danke für den Tip mit dem Radio.

    Fand es auch ein bisschen schade, dass er sich eigentlich nur auf Berlin beschränkt. So ne Lesereise für sein neues Buch wäre doch was

  3. moggadodde sagt:

    Zufall! Da bin ich grade drüber und finde es auch allerliebst und ziemlich amüsant. Fanny van Dannen, nur mit Sinn, irgendwie. Gefällt mir auch!

  4. Hazamel sagt:

    Oh, wenn du durch bist musst du mir das mal geben 😀

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