Verklemmt

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(Fern-)Studium ist, wenn du nach fast zehn Jahren Schubladen mit Gewalt aufbrechen musst, von denen du dir sicher warst, dass du sie nie wieder brauchen wirst. Und zwar ein „nie“ im Sinne von „Eher friert die Hölle zu!“.

Im Moment muss es in der Hölle ziemlich frostig sein (was die Temperaturen draußen erklären würde…)!

Ich dachte, dass ich nach dem Abi nie wieder die Schublade „Mathematik“ aufziehen muss. Zumindest nichts, was sich nicht mit den vier Grundrechenarten einfach so lösen lässt. Ganz zu schweigen von der von mir so geschätzten Differentialrechnung!

Ich irrte… Denn spätestens seit ich mich in die Untiefen von BWL und VWL begeben habe um meinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik in Angriff zu nehmen, muss ich mich Axt und Brecheisen an diese schrecklich verklemmten Schubladen gehen.

Aus finsterer Vorzeit dämmern langsam wieder Begriffe wie partielle und vollständige Differentialgleichung, p-q-Formel, Ableitung und binomische Gleichung ans Tageslicht.

Ein bisschen deprimierend ist es ja schon, wenn man dann feststellt, dass man das mal blind im Schlaf konnte und jetzt peinlich danach googlen muss oder eben seinen Chef um Nachhilfe bitten muss, weil der das mal studiert hat.

Ich harre der Dinge, die da noch auf mich warten… Aber es ist schön, seine alten Feinde alle wiederzutreffen!

Und, Kinder, jeder der sagt, dass man sowas nie wieder braucht: Es ist fast schon gelogen 😉

2 Kommentare

  1. Madse sagt:

    Oh Mein Gott. Wir werden alle sterben. Langsam, qualvoll und mit dem Kopf auf dem Matheheft.
    Mein Beileid.

    1. hazamel sagt:

      Ach, nachdem ich mal verstanden habe wie es geht, ist es gar nicht mehr so schlimm. Man muss sich dran gewöhnen, dass die nicht wollen, dass man alles kann sondern dass man es verstehen und nachvollziehen soll. (Aber ich werde mir trotzdem ein Formel-Zettel/Plakat/Tapete zulegen)

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