Ich glaub‘, ich bin blind – Bit.Trip Beat #MindyGames

Ich gebe offen und ehrlich zu, ich hatte beim vorletzten Teilnehmer der Mindy-Games-Woche immer mal wieder zweifel ob ich noch vollständig bei geistiger Gesundheit bin.

Bit.Trip Beat ist das was man sich landläufig unter Augenkrebs vorstellt. Die schlimme Form, von der ich dachte, dass ich sie mit der C64-Zeit hinter mir gelassen habe. Und weil ich damit niemanden belasten will, habe ich mich auf „harmlose“ Screenshots verlegt.

Ihr steuert den kleinen Pong-Strich am linken Bildrand und müsst, Pong-like, die „Bälle“ abwehren. Der Spaß an der Sache ist, dass jede Berührung mit einem der Pixel einen Ton ergibt, der perfekt zur 8-bit Hintergrund-Musik passt. Das Spiel wird also um einiges leichter, wenn man sich mal eingegroovt hat und halbwegs im Rhythmus reagiert. Verpasst man einen Pixel kostet das nicht nur Leben sondern hört sich dann auch noch doof an. Also möglichst immer alles erwischen, was, besonders mit den steigenden Levels immer schwieriger und komplexer wird. Ich vermute fast, man muss das Spiel viel exzessiver spielen um genau zu wissen, wann wie wo welches Pixel zu erwischen ist. Schafft man das nicht, oder spielt es eben zum ersten Mal, ereilt einen früher oder später erst die triste Realität…

…und wenn selbst die, ohne Farben und Musik noch zu hart ist, dann das GameOver.

Ja, das Spiel ist potthässlich und das Spielprinzip ist total dämlich simpel, aber es macht süchtig. Ja, es ist im Grunde wohl sowas wie ein Verkehrsunfall: Schlimm anzusehen aber von einer derart gruseligen Faszination, dass man auch nicht wegsehen kann.