Subbersubbord

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Vielleicht ist es nur ein subjektiver Eindruck meinerseits.

Aber ein bisschen fühlt es sich langsam an, als wären die „kleinen Nerdläden“, was Support und Troubleshooting angeht pfiffiger als manch großer, etablierter Riese (Den Titanen mit dem großen A mal ausgenommen…).

Ich war ja damals schon begeistert, dass eine Seite wie thinkGeek.com, bekanntlich der Nerdvana des Internets, innerhalb von Minuten Fragen zum Versand per Twitter beantwortet. Groß, ganz ganz groß!

Dennoch hat es mir dann vor ein paar Wochen doch gegraut, das ganze auch innerhalb Deutschlands zu probieren. Unglücklicherweise hat nämlich die vielleicht genialste Tasche, die ich vom vielleicht genialsten Stammtisch der Welt zum Geburtstag bekommen habe, langsam aufgelöst.

Oder in anderen Worten:

Die Tasche des Todes war „des Todes“.

Da ich das nach ein paar Monaten doch etwas betrüblich fand, habe ich zerknirscht bei der Organisatorin angefragt um zwecks Reklamation Kontakt zum Hersteller aufzunehmen. Mir schwante schon böses, viel hin und herschicken, lange Diskussionen, Wutanfälle, Vorwürfe, dass ich die Tasche falsch verwendet hätte, Beteuerungen, dass das ja noch nie vorgekommen sei um dann nach Monaten der Diskussion ein neues Exemplar zu bekommen, was ich dann eher in die Vitrine stellen würde als dass ich es nutzen würde.

Nichts davon ist eingetreten!

Ich habe eine Mail an den Support des NichtLustig-Shops geschrieben, in der ich in freundlich-trauriger Art beschrieben habe, was meiner Tasche zugestoßen ist und dass ich nicht täglich Ziegelsteine damit auf die Arbeit schleppe. Dokumentiert wurde das ganze mit eine paar Bildern.

Innerhalb eines Tage bekam ich eine Antwort in der nicht etwa stand, dass ich ein bedauerlicher Einzelfall sei und dass ich die Tasche bitte zur Prüfung einschicken möge, weil ich sie sicher falsch behandelt habe, sondern in der offen zugegeben wurde, dass das Problem bekannt wäre und ein Materialproblem wäre (Das hätte ich mir damals von Sony-Ericsson-Handy gewünscht…) und man die Tasche in Kürze aus dem Programm nehmen würde. Man könne mir natürlich einen Gutschein anbieten oder eben gegen Austausch der Bankverbindung das Geld erstatten.

Da es ein Geschenk war, kam letzteres natürlich gar nicht in Frage, ich habe mich artig für den Gutschein bedankt und nochmals betont, dass ich die Aufteilung der Taschen und auch das Motiv sehr gelungen fand.

Am Ende hat der Laden jetzt, trotz Gutschein, noch ein paar Euro mehr verdient, weil ich natürlich nicht genau auf den Gutscheinbetrag rausgekommen bin.

Klar muss man es sich leisten können, so einen Subbersubbord anbieten zu können, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Glückliche Kunden kommen wieder und glückliche Kunden reden (oder schreiben) darüber dass sie mit diesem Laden glücklich sind.

2 Kommentare

  1. moggadodde sagt:

    Schön, dass es das auch noch gibt! Es könnte aber auch daran liegen, dass dieser Shop mit seinem speziellen Angebot noch nicht der Riese unter den Versandhändlern ist und dementsprechend mehr Augenmerk auf Kundenpflege und Support legen kann. Trotzdem freut mich, dass es geklappt hat!

  2. Emily sagt:

    Genau deshalb sollte man eigentlich, wenn schon online, beim kleinen Händler kaufen. Weil sich dort noch Menschen mit dem Vorgang beschäftigen, mit denen man kommunizieren kann. Die im Fall der Fälle auch mal anrufen um das Problem möglichst schnell und leicht zu lösen.

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