Jenseits der Donnerkuppel – Donnerstag beim #udwue

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Gefühlt war es ein Freitag.

Auch wenn es ein Donnerstag war und das Würzburger Umsonst & Draussen sich zum 25. Geburtstag eben doch einen Tag mehr genehmigt, auch wenn mal kein Feiertag war, wie eben im letzten Jahr.

Und auch wenn wir aus dem Bloggerzelt vom Fernsehen vertrieben wurden und der Kühlschrank, zumindest für uns, nur kucken und nicht anfassen war, es war ein entspannter Start.

Musikalisch habe ich, gebe ich ganz offen zu, nicht all zu viel mitbekommen. Es war eben wie immer: Beim Pendeln zwischen Drinnen- und Draussen-Bühne bleibt man ständig bei bekannten Gesichtern hängen und kann sich am Ende schon fast nicht mehr dran erinnern, aus welcher Richtung man gekommen ist und wohin man eigentlich gerade wollte. Bei manchen hat das auch andere Gründe.

Nun gut. Der Donnerstag halt. Einfühlen ins Festival und bekanntmachen mit den neuen Reglen für A- und B-Fotografen. Und das auf beiden Seiten der Absperrung. Ich denke auch das wird sich in den kommenden Tagen einspielen.

Bewusst gehört habe ich dann gestern nur die Scallwags aus Schweinfurt und war, trotz der guten Musik, froh um meine Ohrstöpsel. Auch wenn ich schon in den Verdacht geraten bin für den Secret Service zu arbeiten 😉

Wie gesagt: Zeitraubendes pendeln bescherte mir dann noch Leslie & Clyde, deren Musik ich wahrscheinlich eher entspannt in einer Chillout-Lounge gedämpft hören würde. Ein paar unverwegene Fans haben vor der Draussenbühne trotzdem getanzt. Es ging also schon was.

Und je später der Abend wurde, desto mehr ging da. Das Gelände füllte sich zusehends und das gute Wetter hat sich hoffentlich bezahlt gemacht. Denn das bildete genau die richtige Grundstimmung für die HipHop-Blas-Kombo „Kellerkommando“ aus der, hörbaren, fränkischen Nachbarschaft. Da kam dann ziemlich Schwung in die Bude. Bei vielen Songs musste man zweimal hinhören weil man entweder nicht glauben wollte was man da gerade an Text gehört hatte oder weil man erstmal im Kopf kramen musste, woher man die Musik jetzt wieder kennt. Wer die Möglichkeit hat, sie auf ihrer Tour zu sehen, klare Empfehlung: Hingehen!

Da ich leider zur arbeitenden Bevölkerung gehöre, die heute nochmal Anwesenheit im Büro zeigen musste, konnte ich nicht bis zum Schluss bleiben. Oder auch glücklicherweise. Denn kurz vor Schluss hatte das Wetter schon Pipi in den Augen nachdem es den ganzen Tag schon die Beine zusammengekniffen hatte und dämpfte die Stimmung mit einem Unwetter.

Damit keinem was passiert, wurde der Abend vorzeitig beendet und alle sicher nach Hause geschickt. Friedlich wie man hört.

Heute geht es weiter. Und ich hoffe, dass es, trotz Fußball, viele viele gibt, die den Weg zu den Mainwiesen finden und großartiger Musik, bei großartigem Wetter in großartiger Atmosphäre genießen.