Der Indy-Jones-Effekt

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Vielleicht ist genau die Bezeichung die Richtige.

Ich mochte Indy I-III schon immer. Umso mehr habe ich mich damals gefreut, dass ich Indy IV direkt am ersten Tag im Kino sehen würde. Rückblickend habe ich wohl keinem anderen Film auf dem Weg ins Kino entgegengefiebert. Und es ist wohl auch dieser Indy-Bonus, dass ich weiterhin finde, dass der Film gar nicht soooo schlecht war (Ich höre schon das Ächtzen und Stöhnen).

Ähnlich ging es mir wohl am Wochenende, als die schon ein bisschen gespannt erwarteten TV-Folgen vom „Vorzelt zur Hölle“ gesendet wurden. Dass es auf dem RedBull-Haussender kam: Geschenkt. Dass dafür dann aber im analogen Kabel mein heiß geliebtes DMAX scheinbar verschwinden musste: Pfuibah!

Nun gut, aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben und, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ich mochte Tommys Vorgeschmack bei der Mara-Lesung und ich mochte auch das Buch.

Umso schlimmer ist dann also der Zustand, wenn man nach der Sendung das Gefühl hat, als hätte einem einer verboten auf’s Klo zu gehen. Nicht, weil es kaputt ist, sondern weil man’s halt nicht macht.

Vielleicht lag es auch daran, dass ich Lesungs-vorbelastet bin und vor meinem geistigen Auge einen ähnlichen verbalen Parforceritt erwartet habe, der dann eben nicht kam. Ohne es recht in Worte fassen zu können war es eben anders. Nicht schlecht aber auch nicht überragend gut oder so witzig, dass ich mich vor lachen in die Ecke geschmissen hätte. Es war eben, wahrscheinlich eines der absoluten Hass-Wörter, nett und unterhaltsam. Kein Bauchmuskelkater vom lachen, keine Tränen in den Augen sondern nette, amüsante Unterhaltung am Sonntagnachmittag.

Vater und Sohn sitzen eben auf dem Sofa und unterhalten sich über ihre Urlaubserlebnisse von damals. Wo die jeweils einseitige Berichterstattung im Buch noch lustig war, verflacht das ganze im Dialog doch eher. Vielleicht weil ein Teil eben schon bekannt war und man doch gedanklich abschweifen konnte zum Teil hatte ich auch das Gefühl, dass die Sache nicht richtig in Schwung kam. Bezeichnend vielleicht auch, dass die Stellen, die mir im Kopf geblieben sind, die waren, die ich noch nicht kannte. Weder vom Buch noch von den Comicstrips von Facebook:

  • Die „Diskussion“ was wichtiger sei, die Fähre oder die Gesundheit und
  • der Strip zum Kombinationsspiel zu Strand-Disco-Lego-Hund-Rollstuhlfahrer

Ich mag die Vorlage aber auch weiterhin, deswegen nur ein ganz kleines, ganz kleines bisschen enttäuschtes „Mist“ und freue mich schon auf die nächsten Folgen. Ich habe die Hoffnung ja noch nicht aufgegeben.

5 Kommentare

  1. Tommy Krappweis sagt:

    Ja, gerade die ersten zwei Folgen wurden zu Promozwecken kreuz und quer im Netz verteilt, bis auf wenige Parts wie zum Beispiel die von Dir erwähnten. Insofern hoffen wir mal alle zusammen darauf, dass Dir die komplett neuen Folgen mehr Spaß machen. Ich glaube beim nächsten Mal geht es um Zeltaufbau, den Teppichfetisch meines Vaters und dann noch ein paar Geschichten die nicht mal im Buch stehen.

    Viel Spaß und danke für den Indy-Vergleich 🙂
    Tommy und Werner Krappweis

    1. hazamel sagt:

      Ja, war besser! Viel besser.
      Ich hatte auch mehr das Gefühl dass ihr in einen Dialog kommt und es nicht mehr so steif rüberkommt wie in den letzten beiden Folgen 🙂 Schön auch die Untertitel 😉
      Vorfreude auf den Rest gesichert.

  2. Tommy Krappweis sagt:

    Das freut mich sehr! Danke für die zweite Chance und schön, dass Du nicht enttäuscht wurdest. Ich bin allerdings dann doch auf Indy 5 gespannt… was kann nach Digitaldschungel und Aliens schon noch schlimmes passieren?…

    1. hazamel sagt:

      Es wird einen Indy 5 geben? Ich dachte, du machst Witze bis ich bei IMDB nachgeschaut habe… Mein Tipp für den Plot:

      Indy ist nach wenigen Stunden seiner Frau überdrüssig geworden, hat sie erschlagen und hat sie in den geheimen Katakomben der Universität verscharrt. Während er dabei ist ein Buch darüber zu schreiben, wie er nur so einen Sohn bekommen konnte, trifft er einen Symbologen der sich Robert L. nennt, der ihm prohezeit, dass Zombie-Nazis vom Mond einfallen werden, wenn er nicht augenblicklich mit ihm durch die Zeit zurück ins alte Griechenland reisen würde. 😉

      Ich glaube, es kann nur schlimm werden. Und ich hoffe, dass sie mit dem Drehbuch genauso lange brauchen wie beim letzten Teil.

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