Zeitung immer und überall

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Meine Zeitung kann ich immer und überall bequem als digitales Print-Produkt haben

dachte ich zumindest nach unserem Besuch bei der hiesigen Zeitung vor ein paar Wochen. Mobile Seite, App… Lauter schicke tolle Sachen mit denen ich auch von überall lesen kann, was in der Heimat passiert. Rund um die Uhr wenn es sein muss.

Mehr oder weniger unfreiwilliger Testert, wie gut das funktioniert, oder eben auch nicht, wurde ich dann am Wochenende, als ich im Saarland war und in Würzburg die Bombe platzte, wie es um die Schulden der Baskets bestellt ist.

1,79 € war mir das dann doch wert, das ganze, möglichst noch vor dem Frühstück, als ePaper lesen zu können. Dummerweise war die Waffe der Wahl nur mein Handy. Aber das soll ja auch super funktionieren…

…dachte ich.

Also erster Versuch über die Mobil-Seite der Mainpost. Den Link hab ich schnell gefunden, nur so wirklich geklappt hat es leider nicht. Bezahlen war nämlich nicht.

Hätte ich gerne, aber die zwei Anbieter wurden nur angezeigt statt anwählbar zu sein.

Nun gut, aber es gibt ja noch die App, dachte ich, und hatte schon eine total schicke News-App im Kopf mit der das alles total einfach geht. Warum sollte man die App sonst bei jedem Aufruf der Seite bewerben?

Ja, denkste… In meinen Augen hat das Ding den Name „App“ nicht verdient. Im Grunde ist Ding auch nicht mehr als ein Browser ohne Adresszeile.Also nur eine Webview.

Entsprechend erfolgreich war ich dann auch beim Ergebnis, mir das ePaper zu kaufen:

Gar nicht.

Mainpost App

Denn in der „App“ wird auch nur die mobile Seite der Mainpost angezeigt. Inklusive der fehlenden Auswahlmöglichkeit für’s Payment.

Blieb also nur Variante 3:

Desktop-Seite über das Handy ansurfen.

Ganz ehrlich? Spaß ist anders. Auf dem S2 ist die Seite einfach nicht bedien- und navigierbar. Ganz davon zu schweigen, dass es mich da auch jede Menge Zeit gekostet hat, überhaupt herauszufinden, wo auf der Seite ich jetzt nur das ePaper für heute kaufen kann, ohne ein Probeabo oder gleich ein richtiges Abo abschließen zu müssen.

Letztlich hat es zwar geklappt, aber jede Menge Daten und Zeit verbraten. Der Download des PDFs ging dagegen recht fix.

Fazit für mich ist, dass das mit dem mobil sich beim #blomp zwar alles supertoll angehört hat, aber wenn ich mir den Krampf anschaue den es braucht um, wenn überhaupt, bis zum Payment zu kommen, dann verstehe ich gut, warum das Geschäft scheinbar kaum Geld abwirft.

Complexity kills, sagt man ja.

Hier hat sie sich schon vorher mit dem Kopf im Wassereimer und der Schlinge um den Hals erschossen.