Geh weg mit deiner Logik!

on

Es ist kaum verwunderlich, dass wir ein Buchafiner Haushalt sind.

Irgendwie musste Ms. eBook ja abfärben…

…und sei es nur, wenn Verlage auf Facebook ihre Bücher ankündigen.

Ein kleiner Verlag hat das heute gemacht und sich an Journalisten und Rezensenten gewandt. Mit einem Text, der bei mir nach wenigen Sätzen schon zum kompletten Abschalten und Verweigerungshaltung geführt hat. Immerhin war es DER Roman des Jahres.

Packen wir also die Logikkeule in diesem zweistufigen Duel aus.

Erstmal erinnert dieser Text schon ziemlich an das was ich hin und wieder von der unaufgeforderten virtuellen Post von Ms. eBook vorgelesen bekomme oder auch immer mal wieder aus dem Briefkasten fische. Am Ende ist es immer DER Roman schlechthin. Warum da nicht mehr Mut zur Ehrlichkeit? Es ist ein Roman. Der Beschreibung nach ist es für mich nämlich schonmal nicht DER Roman sondern vollkommen uninteressant, weil nicht mein favorisiertes Genre. Und wer mir, auch wenn ich nur potentieller Kunde bin, auf einer Verlagsseite sowas vor die Nase setzt, der erntet vor allem eines: Verweigerung. Im besten Fall sehr viel Skepsis.

Erschwerend kommt hinzu: Wenn es doch DER Roman schlechthin ist, warum habe ich es dann überhaupt nötig so aufdringlich einen Pressetext auf Facebook zu veröffentlichen? Müssten dann nicht die Journalisten und Rezensenten schon seit Monaten Schlage stehen? Immerhin ist es DER Roman…

Ich zitiere mich aus dem Beziehungsalltag

Geh weg mit deiner Logik!

Soweit so fail..

Aber ich bin ja noch nicht fertig. Denn wer solche Dinger in die Welt setzt, der verdient die Rezensenten die er damit eben bekommt. Und da (ver)zweifle ich echt an der Welt. In den Kommentaren kommen dann so Perlen zutage wie…

  • Ich habe einen Bücherblog auf Facebook

Was nu? Blog oder Facebook? Ja, Twitter ist auch irgendwie Microblogging aber das unterste was ich noch als Blog akzeptiere ist dann doch Tumblr. Facebook sicher nicht…

  • Ich schreibe Reviews über verschiedene Medien auf Instagram

Wait.. Instagram? Diese Bilderplattform? Wie passt das denn zusammen? Also unter Review verstehe ich immer was anderes als drei Sätze. Wenn ich eine Review schreibe dann kommen dabei meistens um die 500 Worte zusammen. Oder auch mehr. Das auf Instagram? Man möchte den Leuten eigentlich raten, die Kommentare nochmal laut zu lesen bevor sie auf „Senden“ klicken. Ich befürchte aber, sie merken trotzdem nicht, was sie da für Unsinn geschrieben haben.

Da es mehrere ähnlich geartete Kommentare waren („Schreibt eine Mail an…“ war scheinbar schon zu hoch) habe ich kapituliert. Als Ergebnis bemitleide ich Ms. eBook umso mehr, mit solchen Topleuten in einen Topf geworfen zu werden.

Achso, ganz ignoriert habe ich mal die Kommentare wie

Ich habe keine Blog, aber ich lese gerne und viel. Bekomme ich trotzdem ein Buch?

Das ist ja echt unterirdisch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.