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Trooperbau leichtgemacht

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber einen filmakkuraten Sturmtruppler aus Star Wars zu bauen ist gar nicht so schwer.

Nicht falsch verstehen: Ich habe nicht gesagt, dass es einfach ist, sondern nur dass es nicht so schwer ist wie ich anfangs dachte. Jetzt wo ich das passende Werkzeug habe und von vielen Teilen die Tricks und Kniffe kenne, würde sich die Bauzeit wahrscheinlich stark verkürzen.

Ursprünglich dachte ich ja, dass es sicher ne lustige Sache wird, zusammen mit den Tutorial-Videos von RS Propmasters einen TK zu bauen. Immerhin eine der bekanntesten Figuren im Star Wars Universum.
Ich irrte. Aber nicht, weil es nicht lustig war sondern weil RS so viel zu tun hatte, dass sie nach drei Videos nicht mehr dazu gekommen sind weitere Tutorials online zu stellen. Ich habe also das gemacht, was alle anderen auch machen wenn sie einen TK bauen: Foren lesen, andere Videos schauen und dumme Fragen stellen. Viele dumme Fragen!

Man lernt nämlich eines ganz schnell: Vergiss Präzision!
Wir sind nicht bei einem CAD-geplanten Teil aus den 2010ern, das sauber ineinanderpasst und alle Kanten schön gerade sind. Nein, wir sind bei einem Filmrequisit von 1977.

Schöne schiefe Welt

Schön und gerade ist da nicht. Handgefertigt, krumm und schief. In den ersten Monaten hat mich das ganz schön nerven gekostet. Dazu kommt, dass ich mit 1,83 und einem Wohlfühlring um den Bauch nicht ganz den Maßen von 1977 entspreche. Die waren eher so ein 1,75 und schmächtig. Ich liege, so wie ich das verstanden habe, am oberen Ende dessen, was mit der Rüstung machbar ist.

Aber warum dann gar nicht so schwer. Naja, aus einem einfachen Grund: Auch wenn die CRL sich erstmal erschreckend liest, deckt sie nach aktuellem Stand doch ein ziemlich breites Spektrum der Möglichkeiten ab. Ein gutes Beispiel sind die Schulterstreifen. Da steht nix von einer Breite oder wie viele Rippen wie wo sein müssen, sondern es geht nur darum wie sie angebracht sind. Von Klettband über Nieten bis zu kleben ist alles erlaubt. Je nachdem welches Ziel man sich gesetzt hat. Sich an Level 3 zu orientieren ist übrigens auch nicht unbedingt so schwer. Die Regeln, die dort einzuhalten sind, sind meistens nicht all zu hoch und ergeben aus meiner Sicht ein hübsches Endergebnis.

Hübscher, nicht bequemer. Bequem kann man getrost streichen. Das Ding ist nicht bequem. In keiner Ausführung. Beim Anprobieren habe ich mich mehr als einmal nach meinem Snowie gesehnt.

Nicht bequem… Auch wenn es so aussehen mag

Warum also machen? Naja, weil’s Kult ist. Es dürfte auf der Welt nur ganz wenige Menschen geben, die nicht wissen was das ist. Vielleicht können sie es nicht sofort einordnen, aber nachdem selbst Tchibo T-Shirts mit einem Trooper-Helm verkauft, dürfte der Wiedererkennungswert sehr hoch sein.

Und es macht doch irgendwie ein bisschen Spaß. Trotz Dreck und Flüchen. Am Ende hat man ein maßgeschneidertes Kostüm. Ein echtes Unikat, auch wenn davon in der Welt noch ein paar mehr rumlaufen. Ich habe bis jetzt zumindest keine zwei gleichen Rüstungen gesehen. Jeder hatte da so seine Tweaks und Tricks verbaut um sich das Leben in der Rüstung leichter zu machen.
Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ich mit dem Ding fertig bin. Ich bin mir aber sicher, ich werde die Rüstung bis dahin noch das eine oder andere Mal verfluchen! Ganz sicher!

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2 Kommentare

  1. crosa 16. Juni 2019

    Wenn du irgendwann mal keine Lust mehr auf „Einheitslook“ hast, mach nen Sandy draus. Sandtrooper rockt !

    • hazamel 16. Juni 2019 — Autor der Seiten

      Noch ein dreckiger ;) Für die Exoten hab ich ja meinen Snowie. Wir sind da ein ziemlich entspanntes Fireteam aus der Rhein-Main-Gegend

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