“The Walking Dead”-Pre-Season-Final Double Feature

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Das Finale von “The Walking Dead” wirft seine Schatten mächtig voraus.

Nachdem ich Episode eins und zwei mit offenen Mund verschlungen habe, habe ich mit mir drei und vier relativ viel Zeit gelassen. Die Updates kamen schon vor einer ganzen Weile, aber irgendwie hat es mich nicht gezogen. Vielleicht auch, weil eben zwischen den einzelnen Episoden immer eine Weile Zeit vergeht.

Episode drei also… Nach der Hammer-Episode zwei auf jeden Fall ein schweres Erbe, was da angetreten werden musste. Zu viele Fragezeichen sind nach der zweiten Runde offen und zumindest bei mir hat es einen Moment gedauert, mich wieder in Lees Haut einzufühlen.

Ich muss sagen, dass “Long Road ahead” zwar krasse Szenen hatte, aber mich nicht mehr so mitgenommen hat wie manches davor. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Spielmechanik mittlerweile durchschaut habe und schon ziemlich genau wusste, was der moralisch korrekte Weg ist, auch wenn es den bei “The Walking Dead” natürlich nicht gibt.

Ich wurde auch mit den neuen Charakteren nicht warm, die im Laufe der Episode aufgetaucht sind. Deren Verhalten war nicht gerade so, dass man sie sofort ins Herz schließt oder dass man es ihnen als “glaubwürdig” abnehmen würde. Und auch wenn viele von dieser Episode schwärmen, im Grunde hat sie für mich zwei Highlights, die ein Tiefpunkt im Seelenleben der Charaktere darstellen. Die Wege, die dorthin führen sind, gefühlt, simpler als in den ersten beiden Teilen. Aber vielleicht schlägt auch hier wieder durch, dass ich die Spielmechanik schon zu sehr verinnerlicht habe und es im Grunde auch bei den Rätseln nicht um die Rätsel geht sondern lediglich darum die Story voran zu treiben.

Episode vier, “Around every Corner”, kommen dann zwei sehr undankbare Aufgaben zu:

Zum einen das Niveau von eins bis drei mindestens halten und zugleich alles für das kommende Season-Finale in “No Time Left” vorzubereiten.

Beides gelingt so halb. Die Episode ist dabei keinen schlechte geworden. Auch hier gibt es wieder Momente in denen man sehr schlucken muss. Meistens die, die sehr still sind.

Dann gibt es aber leider auch das Gegenteil: Die Holzhammer-Methode.

Manche Charaktere stellen sich einfach ein bisschen zu doof an, als dass man ihnen das noch abnehmen würde. Immerhin ist das schon eine Art Thriller was da läuft und nicht der Slapstick-Spoof des selben Thrillers. Manche anderen Dinge hätte man vielleicht subtiler lösen können. Es ist doch ein bisschen zu viel des guten in etwas, dass man sich so oder so ähnlich schon gedacht hat, direkt mit der Nase reingedrückt zu werden.

Alles in allem hat das Finale der Episode aber nicht enttäuscht und ich habe das eine oder andere Mal nicht damit gerechnet, dass die ganze Crew noch am Leben ist.

Ich lasse mich also überraschen, wie die Geschichte am Ende aufgelöst wird, auch wenn ich schon bei einem Punkt eine dumpfe Vermutung habe.

Technisch war es stellenweise mal wieder in Krampf. Starten ließ sich das Spiel nach dem Update erst wieder nach einem Neustart. Sonst wurde ich rüde nach der Rückblende auf den Desktop zurückbefördert. Unter Windows 7 ist bei mir also immer noch Kompatibilitätsmodus angesagt.

Vielleicht sind mir die Grafikfehler in den vorherigen Episoden nicht so aufgefallen, aber diese beiden hatten dann zwei “nette” Ausrutscher. In Episode drei saß Katjaa eine ganze Weile am Feuer und hatte nichts im Arm. Duck war einfach nicht zu sehen. Man konnte ihn hören, ahnen, dass sie ihr Kind im Arm hält, zu sehen war aber nichts.

Das zweite Opfer der Grafik war Holly Eispickel, der immer mal wieder ein gespentisches Eigenleben entwickelte und irgendwo im Bild schwebte.

Im Grunde aber, bis auf die Sache mit dem Spielstart, nur Kleinigkeiten.

So… und jetzt warte ich auf das Finale! Ich will meine letzten acht Achievments 😉

…und wissen wie die Geschichte um Lee und Clementine ausgeht.