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Sex, Magie und Untote – Diner des Grauens

Ich unterbreche das große Schweigen hier mal mit etwas literarischem. Auf Bilder habe ich grad keine Lust… ;)

Kommen ein Vampir und ein Werwolf in ein Diner…

So oder so ähnlich könnte man sicher den einen oder andern Witz beginnen, aber es ist der Anfang von A. Lee Martinez etwas schrägen Romans „Diner des Grauens“. Earl, der Vampir, und Duke, der Werwolf, stranden mit wenig Geld und wenig Benzin im Tank mitten in der Wüste im Nest Rockwood in „Gil Wilson’s All Night Diner“. Dort machen sie nicht nur Bekanntschaft mit Loretta, der Wirtin des Diners, sondern auch mit der anderen Eigenart von Rockwood: Seltsame Vorfälle der übernatürlichen, magischen oder untoten Art. Gerne auch alles gleichzeitig… Irgendetwas scheint also faul zu sein in diesem kleinen verschlafenen Nest. Und genau dieses „etwas“, und das fehlende Kleingeld, hält das ungleiche Paar dann doch in Rockwood.

Nachdem ich mit „Monsterkontrolle“ so gar nicht warm geworden bin und stellenweise einfach gelesen habe ohne wirklich was in den Kopf zu bekommen und auch nicht das Gefühl hatte, dass ich was verpasst hätte, habe ich innerlich bei diesem Roman dann doch ein bisschen die Luft angehalten. Hat aber nicht lange gehalten, da ich lachend schon nach den ersten Seiten ausatmen musste. Dass ich die 345 Seiten innerhalb von 4 Tagen verschlungen habe, spricht wohl für sich. Der Vergleich zu From Dusk Till Dawn kommt wirklich nicht von ungefähr. Passender kann man es einfach nicht beschreiben. Als wären Duke und Earl nicht schon ein seltsames Paar für sich, werden die beiden in eine Umgebung versetzt, die der Skurilität nochmal eines drauf setzt. Wer mit einer schrägen Zusammensetzung aus schwarzer Magie, Untoten und Geistern etwas anfangen kann, wird mit diesem kurzweiligen Buch seinen Spaß haben.

Von mir bekommt es 5 von 5 Ghoule-Köpfen.

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