Rennen, Springen, Steine sammeln – Lego Batman


Lesezeit ~ 2 Minuten

Nach fast 15 Stunden Spielzeit ist es geschafft: ich habe das erste Spiel des Steam Holiday Sales durch!

Wobei „durch“ bei Lego Batman, wie bei allen Lego-Viedospielen, ein eher dehnbarer Begriff ist:

Ich hab das Spiel, nach Aussagen des Spiels zu über 70% durch. Darin enthalten sind schon einige Free Play-Runden um Minikits zu sammeln und das Durchspielen der zwei Solo-Seiten.

Denn anders als bei den anderen Lego-Spielen gibt es hier zwei Seiten, die spielbar sind. Konnte man in Star Wars nur dem Film folgen, so hat man hier die Seite der Helden und die Seite der Schurken zur Verfügung.

Das heißt, zweimal drei Mini-Kampagnen mit jeweils 5 Missionen. Alles in allem also 30 Level. Hört sich nicht viel an, aber dadurch, dass man sie alle mindestens zwei Mal durchspielt, sind es eben gefühlte 60, was dann ganz annehmbar ist.

Für die Entwickler hatte es wohl einen entscheidenden Vorteil: Jedes Level konnte für die gute und die böse Seite verwendet werden.

Man schlägt sich also entweder als Batman und Robin durch die aus den Filmen bekannten Szenarien mit Riddler, Pinguin und Joker als Hauptgegenspielern und hat zwischendurch das „Fußvolk“ als Zwischengegner oder man spielt eben die andere Seite und lernt so die finsteren Pläne der Schurken kennen.

Neu, wie auch schon bei den anderen Teilen, sind die teilweise nicht ganz ernst zu nehmenden Zwischensequenzen, die den einen oder anderen Charakter in einem ganz anderen Licht dastehen lassen.

Jeder Figur hat dabei so ihre Spezialfertigkeiten, die es ihr ermöglichen bestimmte Plätze ganz exklusiv zu erreichen und auch genutzt werden müssen um alle Mini-Kits zu erobern. So gibt es z.B. Batman in der Ausführung „Standard“, „Gleiter“, „Hitze“ und „Sprengstoff“, während die „Damen“ meistens mehr artistisch veranlagt sind und sich mittels Doppelsprung in luftige Höhe katapultieren.

Gesteuert werden kann dabei über die Tastatur oder, wie ich es getan habe, weil entspannter, mittels Gamepad. Was gesteuert wird, ist meistens ein Duo zu Fuß oder, in seltenen Fällen Flug- oder Schwimmgeräte aller Art. Im Story-Modus vorgegeben, im Free Play kann wieder wild durchgewechselt werden.

Grafisch hat sich seit Lego Star Wars in meinen Augen nicht viel getan, was wohl auch daran liegt, dass es sich hierbei um einen Multiplattformer von der Wii bis zum PC handelt. Kindgerecht knuffig ist es auf jeden Fall.

Der Sound hat auch keine große Revolution erlebt seit Lego Star Wars… Bestimmend ist immer noch das Klappern der Steine beim Einsammeln, das Klappern wenn etwas zerschlagen wird und die Schlaggeräusche wenn andere Figuren in ihre Einzelteile zerlegt werden. Die Hintergrundmusik bleibt dabei meistens zwischen unauffällig und nervig. Einen echten direkten Bezug zu den Filmen konnte ich nicht feststellen. Stört aber auch nicht, weil man die meiste Zeit mit der Steinejagd beschäftigt ist.

Zu sammeln gibt’s nämlich wieder jede Menge:

  • Steine für den Status „Superheld“ oder „Superschurke“ um die jeweiligen Bonus-Level freizuschalten
  • Minikit-Bauteile
  • „den roten Stein“ für zusätzliche „Cheats“ im Free-Play-Modus, wie z.B. einen Minikit-Sucher

Zusatzfiguren und -fähigkeiten müssen in Arkham bzw. der Bathöhle gegen erspielte Steine eingetauscht werden. Alles ja soweit bekannt.

Etwas genervt hat mich teilweise das Leveldesign. Hin und wieder ist es aus der Iso-Perspektive einfach nicht möglich gezielt beim ersten Versuch da zu landen wo man hin möchte und muss. Ein paar Mal hatte ich es auch, dass ich nicht wirklich wusste wo ich hin muss, was dann noch frustrierender war. Gerade Freeze-Eiswelt auf Seiten der Helden ist für Jäger des „Superhelden“-Status ein echtes Frustlevel:

Wer fleißig, wie gewohnt, Geländer zerklopft, sieht die Hälfte der Münzen unrettbar in den Abgrund segeln. Denn auch weiterhin gilt: Der NPC-Begleiter sammelt nicht!

Noch schlimmer fand ich, dass das Leveldesign da so doof war, dass ich regelmäßig mit in den Abgrund gesegelt bin. Frust vorprogrammiert, wenn man kein Superheld wird.

Ansonsten muss ich sagen, dass das Spiel bis zur Hälfte sehr lustig und launig war. Der zweite Teil, wenn man die zweite Kampagne spielt, ist dann etwas dröge, weil es, wie schon beschrieben, eben doch wieder das gleiche nur aus einer anderen Richtung mit anderen Figuren ist.

Trotzdem von mir 4 von 5 Batarangs

Zu bekommen ist es unter anderem über Steam für den PC für aktuelle 19,99 €. Oder gebraucht günstiger über die üblichen Plattformen

4 Kommentare

  1. Madse sagt:

    Ich hab davon glaub ich nur mal die Demo gespielt, aber da sich die einzelnen Teile nur im Setting unterscheiden: Mir sind bei Indiana Jones die gleichen Sachen aufgefallen. Mein vielspielender Bruder hat auch ewig gebraucht, bis er alle Erfolge bzw. 100% vom Spiel hatte. Macht aber zu Zweit durchaus ne Weile Spass.

  2. Katha sagt:

    Also ich fands super. Ob alleine oder zu zweit, wir hatten immer viel Spaß. Wobei im 2-Spieler-Modus bei hochkochenden Emotionen vor Familienstreitigkeiten gewarnt werden muss 😉

    1. hazamel sagt:

      Sowas ist immer gefährlich 😉 Kenn ich ja von Mario Kart. Und jaaa, ich weiß auch noch wie ich bei Batman von dir nen Anschiss kassiert habe 😉

  3. Katha sagt:

    das ist das adrenalin! ich bin unschuldig!

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