New Doctor in Town

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Die achte Staffel ist durch.

Durch kreatives Umschiffen von Logikproblemen zum Thema Regeneration hat es einen neuen Doctor gegeben. Der neue ist Schotte, nutzt aber weiterhin den Sonic Screwdriver des Vorgängers. Soviel schonmal dazu, dass das, naja, voll uncool ist.

Es war an dieser Staffel nicht alles schlecht aber auch vieles einfach nicht gut. Den neuen Doctor Peter Capaldi trifft an der Stelle aber so gar keine Schuld. Ich denke, dass an vielen Stellen einfach das Drehbuch Mist war.

Das fing schon bei der ersten Folge an, bei der er auf durchaus interessante Gegner trifft, aber die irgendwie, vielleicht lag’s auch an der OV mit breitem schottischem Akzent, total untergehen. Ich hätte sie gerne im Laufe der Staffel wiedergesehen.

Überhaupt gibt es in der Staffel zu dem Thema einen dicken roten Faden: Teasere etwas an und löse es

a) total beschissen auf

b) gar nicht auf

c) erkläre es mehr oder weniger mit dem berühmten „Wibbly-Wobbley-Timey-Wimey-Stuff“-Prinzip (You wouldn’t understand…)

Es gibt in dieser Staffel für mich schlicht keine Folge (Wirklich keine…) bei der ich sagen würde: Jawoll! Selbst die wirklich guten wie Listen oder Mummy on the Orient Express werden am Ende durch a), b) oder c) einfach verkackt.

Die Krönung (Spoilers…) war leider das Finale. Wie in jedem Finale steht die Welt am Abgrund und in Dark Water wird eigentlich eine fundamentale Basis für ein tragisches Ende geschaffen. Der Kenner erkennt hier schon ein Muster.

Ich akzeptiere an der Stelle ja noch zu einem gewissen Maße, dass die Gegner durch nanoroboterverseuchten Regen wieder zum Leben erweckt werden. Zähneknirschend (siehe c) ), aber dass die U.N.I.T.-Wachen im entscheidenden Moment im Wachkoma rumstehen war dann echt zu viel. Letztlich lässt sich dieses ganze Finale ziemlich treffend auf den Punkt bringen, indem man die Hand zwischen Daumen und Zeigefinger in den Mund nimmt und mal kurz und kräftig pustet.

Vielleicht bin ich da zu eigen, aber mir hat in dieser Staffel vor allem eines gefehlt (Neben der Tatsache eine Story mal sauber zu Ende zu bringen…), was in den Trailern immer wieder angeteasert wurde aber dann nie wirklich umgesetzt wurde.

Die zentrale Frage, die schon bei den letzten Staffeln mit Matt Smith und noch viel stärker beim Jubiläum im Raum stand

Am I a good man?

Es liegt wirklich nicht am Doctor. Das Standardverhalten „Booo, neuer Doctor…“ ist vollkommen ausgeblieben. Es fehlt einfach am Inhalt. Der rote Faden durch die Staffel. Sowas wie die Stille oder das Rätsel um River Song und den Tod des Doctors.

Ich bin gespannt, ob man das in Staffel 9 (nächstes Jahr?) in den Griff bekommt oder ob es jetzt einfach so ladida vor sich hinplätschert.

Einen habe ich aber doch noch zum Abschluss:

Wer zur Hölle hat bei Fox die deutsche Synchrostimme ausgewürfelt?

Der neue Doctor ist ein Grumpy Man zu dem die knorrige, raue Stimme des Schotten Capaldi passt. Die deutsche Stimme ist einfach zu hoch. Und viel zu glatt…

Ich hoffe auf bessere Zeiten für den Doctor! Viel bessere Zeiten…