Eli on Tour – The Book of Eli

DVD-Abend bei den Reapys: Auf dem Programm stand „The Book of Eli„.

Wie der Titel schon sagt, geht es um Eli und ein Buch. Eli selber ist ein Wanderer. Keiner von der naturverliebten Sorte, die man gern im Wald trifft sondern einer mit einer Mission: Nach Westen zu ziehen! Durch den Wald wandern fällt schon deshalb aus, weil es keinen Wald mehr gibt. Zumindest zum Großteil nicht mehr. Angesiedelt ist das ganze nämlich in einer postapokalyptischen Welt. Was genau „vorher“ passiert ist, lässt sich nur erahnen. Im Film selber ist zu diesem Thema immer nur von einem „hellen Licht“ die Rede. Ich vermute also, dass es wohl einen kleinen Atomkrieg gegeben haben wird.

Eli wandert also, zu Fuß, Richtung Westen, trifft dabei gute und schlechte Menschen, Freunde und neue Feinde.

Ich habe vorher nichts, aber auch gar nichts, über den Film gelesen. Die Optik hat mich aber sehr stark an Stalker und Fallout erinnert, weshalb ich dann doch neugierig war. Die erste Stunde hat das auch angehalten: Jagen im Ascheregen, Tauschen von Waren gegen andere Waren usw. Kam mir doch alles sehr bekannt vor.

Aber dann…

…dann wurden die Sache mehr und mehr „seltsam“. Nicht nur seltsam im Sinne der üblichen Merkwürdigkeiten wie (fast) unendliche Munition in einer Pistole, das ständige nachladen einer Pumpgun, ohne dass ein Schuss abgefeuert wurde, dass er einen Langbogen hat, der sich scheinbar in Luft auflösen kann wenn man ihn nicht braucht oder eben die Tatsache, dass er mit einer kleinen Feldflasche Wasser mal eben die Wüste durchquert, nein, RICHTIG seltsam.

Eli packt nämlich sehr schnell die Religionskeule aus. Was bei den Blues Brothers mit ihrer „Mission“ noch lustig war, ist hier einfach nur ätzend. Ein einziger Werbefilm für die Bibel. Wer’s mag, der ist hier sicher richtig bedient. Allen anderen kann man nur raten, die Finger davon zu lassen.

Mein persönliches Fazit nach fast zwei Stunden Film:

Stark angefangen, stark nachgelassen. Logik-„Löcher“ jenseits von gut und böse und eben ab einem bestimmten Punkt religiöse Ansichten mit dem Dampfhammer. Diesen Film würde Ned Flanders Rod und Tod empfehlen (wahrscheinlich abgesehen von den blutigen Szenen).

Von mir deswegen für den gelungenen Anfang nur eine von fünf Sonnenbrillen. Und auch dafür dass Malcom McDowell seit The Rock scheinbar nicht von Alcatraz runtergekommen ist 😉

2 Kommentare

  1. Lisa sagt:

    Danke Flo! Ich dachte schon ich wäre alleine mit meiner, nahezu boshaften Meinung über diesen Film!

  2. hazamel sagt:

    Nee, wenn dann sind wir schon drei. Mein Freundin hatte ne ähnliche Meinung

Kommentare sind geschlossen.