Hazamelistan

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Black Ops – The Line

Nein, ich habe mich nicht verschrieben bei der Überschrift.

Über SpecOps – The Line habe ich mich ja im Sommer schon ausgelassen und damals an anderer Stelle den Vorwurf kassiert, dass ich ein Spiel wie „The Walking Dead“, in dem ich mit meinen Entscheidungen leben muss bis zum Ende, ja nicht mit einem Shooter wie SpecOps vergleichen könnte…

Kann ich jetzt doch. Nicht mit TWD aber mit einem anderen Primus der Shooterwelt:

Call of Duty – Black Ops 2

Optisch nicht mehr erste Sahne, aber technisch immer noch brilliant und bemüht, frischen Wind ins Shooter-Genre zu bringen. Und wie? Naja, in dem man (Trommelwirbel!) nachhaltige, den weiteren Spielverlauf beeinflussende Sequenzen einbaut. Jaha… Die Story ändert sich mit den Entscheidungen und das auch noch in einem Shooter. Tötet ich Person A nicht und mache ich später Aktion Y statt X, dann habe ich zwei Missionen später einen Flugzeugträger der schwimmt, statt jämmerlich abzusaufen, was mir in der folgenden Mission hilft, weil ich Luftunterstützung habe. Mache ich es anders, mache ich mir das Leben eben ein bisschen schwerer oder komme zu einem gänzlich anderen Ende. Und damit ist mehr gemeint als nur „Ich bekomme eine leicht variierte Abschlusssquenz gezeigt“.

Und obwohl ich diese Spielmechanik mit „Story“ beschrieben habe, bin ich nach dem Durchspielen, was dieses Mal im wahrsten Sinne des Wortes ein „durchkämpfen“ war, der Meinung, dass man besser die zwei Teams ein Spiel hätte machen lassen, mit dem obigen Titel. Die von Yager erdachte Story und das Setting nehmen und die Techniker von Treyarch sich um die Technik kümmern lassen.

Was dabei rausgekommen wäre, wäre wahrscheinlich ein storylastiger Action-Shooter geworden, der genau das geworden wäre, was Yager versprochen hat:

Moralische Entscheidungen mit Einfluss auf die Story statt nur Feigenblatt.

Aber wenn ich die ersten Jahresrückblicke schon wieder lese, dann bekomme ich schon wieder das grausen von wie vielen The Line als der neue Heilsbringer gefeiert wird.

Ich werde wahrscheinlich einfach zu alt für Videospiele…

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2 Kommentare

  1. Nils 27. Dezember 2012

    Wenn Dir der Lobgesang auf SpecOps nicht passt, dann mach lieber einen Bogen um die neue WASD ;) Ich habe den Titel gestern im Steamsale mitgenommen und werde es nun selbst testen. Wenn ich Deinen Text hier lese, dann denke ich jedoch, dass Du den Titel nochmal anpassen solltest. Das klingt nach „Black Ops Commander – Heart of the line“ :D

    • hazamel 27. Dezember 2012 — Autor der Seiten

      Ich finde den Ansatz, ein Spiel das nicht nur Krawall-Gewaltverherrlichung ist durchaus lobenswert. Nur es dann SO auszuliefern ist schon arm.
      Da hilft auch pseudo-intellektuelles Geschwurbel, wie darüber dass es die Meta-Ebene ist, dass Krieg immer scheiße ist und man als willenlose Maschine eh nichts machen kann außer dem vorgegeben Pfad zu folgen, nicht weiter, wenn ich einen Deckungsshooter spiele und die Figur einfach aufsteht statt wenigstens in der Hocke zu bleiben, wenn man die Deckung verlässt.
      Als Beispiel wird dann ja auch immer die Szene mit den Scharfschützen und den Gehängten angeführt: Erschießt man den Soldat oder den Zivilisten. Ich habe immer das Gefühl, dass außer mir niemand Option 3 versucht hat: Erschieße die Scharfschützen.
      Letztlich hat alles keinen Einfluss auf das Spiel. Mein Teamkamerade verachtet mich für meine Reaktion jemand zu erschlagen und meiner Agression freien Lauf zu lassen ist nach der Zwischensequenz aber wieder der dickste Buddy ohne zu murren. Das passt nicht.

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