Von der perfekten Review

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Wie sicher jedem anderen der in der einen oder anderen Art eine Review oder eine Rezension schreibt stehe auch ich immer mal wieder vor der Frage:

Wie schreibt man die perfekte Review?

Was muss rein? Was lass ich raus? Wie tief steige in die Technik ein? Muss ich wirklich jedes der 15 verfügbaren Enden mit allen 12 Rassen erreicht haben, bevor ich mir ein qualifiziertes Endurteil über das Spiel erlauben darf oder lässt sich grad bei einem Rollenspiel schon nach 3 oder 4 Stunden ziemlich sicher sagen, wie das Spiel ist?

Grad im PC-Bereich ist die Technik so ein Klotz am Bein, den ich gerne umschiffe. Die großen Printmagazine gehen immer in aller breite darauf ein, aber schon die Hardware habe ich hier eben nicht rumstehen, weshalb ich das meist aussen vor lasse.

Doch was will man dann eigentlich lesen? Und ist Grafik wirklich wichtig?

Vor kurzem erst habe ich gemerkt, dass auch ein Diablo 2 immer noch so fesselnd ist wie damals, obwohl die Grafik mit einer maximalen Auflösung von 1024×768 auf einem aktuellen Bildschirm schon antik wirkt.

Einen sehr schönen Ansatz fand ich die Rezensionen auf 300 Worte einzudampfen. Zumindest hält das leere Worthülsen und Füllsätze ziemlich raus. Vielleicht bin ich mittlerweile auch „die alte Zockergeneration“, die eher auf eine solide Story steht, statt sich von tollen Effekten ablenken zu lassen. Wäre es nicht also die perfekte Rezension, das Spiel von all der Technik zu entkoppeln und sich allein auf das Gefühl zu stürzen, dass man beim spielen hatte? Ob man mit den Figuren mitgefiebert hat und wie tief man wirklich im Spiel drin steckte?

Sicherlich ist das kein Allheilmittel für alle Genres, denn gerade der Sport dürfte an dem Punkt ziemlich leiden. Exzessive Jubelstürme und mit den Knien über’s Parkett rutschen dürfte auch beim aktuellen Fifa nicht der Fall sein 😉

Aber wäre es das perfekte Argument bei allen anderen Spielen die Rezension (möglichst spoilerfrei) darauf zu beschränken was einen beim Spielen bewegt hat? Was Spaß gemacht hat und warum man die Maus oder das Game-Pad nicht aus der Hand legen konnte?

Und will das überhaupt jemand lesen?