Trari-Trara! Die Post ist da!

…oder eben auch nicht!

Die Service-Katastrophe im Hause Hazamel hat sich schon angefangen letzte Woche einzuleiten, an einem Tag an dem irgendwie eh schon alles irgendwie vollkommen schief lief.

Und wenn dann eines zum anderen kommt, dann geht auch noch das letzte bisschen schief. So geschehen letzte Woche Mittwoch. Ich wollte, entnervt ohne Ende, nur noch mein Paket aus der Packstation holen. Vor lauter Frust hat es aber mit der PIN nicht geklappt, weshalb dann irgendwann meine Packstationskarte gesperrt war und ich freundlich an den Service verwiesen wurde.

Und da war es also… Das böse Wort mit S.

Zu Hause angekommen habe ich mich dann also fröhlich durch die DHL/Packstationsseite geklickt und hatte dann zwei kostenpflichtige Service-Nummern: Eine für technische Probleme und eine für allgemeinen Kram. Da es für mich (wahrscheinlich beruflich bedingt) eher ein technisches Problem ist, dass ich meine PIN verschusselt habe, hätte ich da angerufen… leider war  diese Hotline nur bis 18 Uhr besetzt. Aber es gibt ja das Kontaktformular per Mail.

Problem beschrieben und abgeschickt… und gewartet. Donnerstag: Nichts! Freitag: Nichts!

Also zurück auf die Packtationsseite und siehe da es gibt noch eine dritte Nummer. 90 Sekunden Anruf später hatte ich von einer freundlichen Dame die Zusage, dass man eine neue PIN rausschicken würde, die dann Montag bei mir wäre.

Spätestens hier war ich der Überzeugung, dass das Mail-Formular nur Deko ist. Wahrscheinlich ist sowohl der Absenden wie der Verwerfen-Button ein und die Selbe Funktion. Nur dass bei Anforderung einer Kopie der Mail doch was rausgeht.

Aber gut… Ich hatte ja noch ein paar Tage Zeit die Sendung aus der Packstation zu holen, auch wenn ich Freitag schon per Mail und SMS daran erinnert wurde, dass seit 2 Tagen schon eine Sendung auf mich wartet. Stellt euch vor: ICH WEISS!!!

Montags also in freudiger Erwartung von DHL-Post den Briefkasten geöffnet… und von gähnender Leere empfangen worden!

Naja, vielleicht funktioniert ja die PIN, die ich wieder wusste, nachdem ich beim aufräumen eine halbe Stunde nachdem ich mit der Hotline telefoniert hatte, den Brief gefunden hatte in dem die alte PIN stand (Ach, SO war die…), noch oder wieder mit der Karte. Aber nein, tat sie nicht… aber immerhin war ich an der frischen Luft.

Dienstag dann also elegant rückwärts in die Einfahrt, mit gezücktem Schlüssel zum Briefkasten… und die Benachrichtigung, dass ich morgen in der Filiale meinen Brief ab 10 Uhr abholen könne.

Scheinbar kommt es für die Post überraschend, dass andere Leute arbeiten müssen und das nicht von zu Hause aus tun.

Noch überraschender ist es für mich, dass ich zwar Internetpasswort und Benachrichtigungen in doppelter Ausführung aufs Handy und per Mail bekomme, für die PIN aber ein traditionelles Einschreiben eigenhändig herhalten muss.

Mittlerweile wurde ich auch schon langsam aufgefordert, dass ich doch in den nächsten zwei Tagen meine Sendung abholen solle, weil sie sonst zurück gehe an den Absender.

Also heute los, meine Sendung an der Poststelle abholen… wo sie aber nicht war. Und wenn etwas bei der Post nicht ist, wo es sein soll, dann wird es richtig lustig!

1.  Hinweise darauf, dass es sich wahrscheinlich nur um einen BRIEF handelt, der von DHL direkt kommt, also wahrscheinlich nicht handschriftlich adressiert ist und in einem zerknüllten braunen Umschlag werden vom Angestellten ignoriert. Was will der Kunde auch… der hat doch keine Ahnung.

2. Sorgt es für große Verwunderung, wenn man etwas ungehalten reagiert, wenn der Suchauftrag für die verschollene Sendung (immerhin Einschreiben, eigenhändig) dann „ungefähr zwei Tage“ brauchen soll und man sich ein bisschen genervt davon zeigt weil man ja nun nicht an seine Sendung in der Packstation kommt.

Wie?! Sie haben da schon eine Sendung drin?

Ja, guter Mann… stellen sie sich vor, ich habe einfach nur meine PIN vergessen und die neue ist in dem Brief den ihr Unternehmen (oder ihre Saustall-Filiale) verloren hat.

3. Die Erfindung des Fernsprechapparates muss etwas neues sein… Man glaubt kaum, dass die Telekom mal zur Post gehört hat. Zumindest wurde ich noch pampiger als der Angestelle dann meinte ich solle doch mal bei der Post am Paradeplatz nachfragen oder am Hauptbahnhof.

Entschuldigung, SIE haben meinen Brief verloren und ICH soll jetzt suchen fahren?! Und ja, es ist mir EGAL, dass hinter mir schon fünf neue genervte Kunden stehen.

Zumindest im Paradeplatz hat er dann selber angerufen. Dass der Kollege dort innerhalb von 30 Sekunden festgestellt hat, dass da keine Sendung für mich ist, halte ich für eine Lüge.

4. Entnervter Abgang meinerseits Richtung Hauptpost. Dort hat man dann auch länger als 30 Sekunden gebraucht um alles zu durchsuchen und ich wurde gleich von zwei freundlichen Angestellten beraten. Von denen mir einer riet, dass ich doch mal am Tegut am Hubland nachfragen solle (auch hier scheint das Telefon noch nicht erfunden zu sein), die wären für meinen Zustellbezirk verantwortlich.

5. Tegut, Hubland (einfache Strecke 4,5 km quer durch die Stadt):

Briefe sind sie hier falsch! Sowas haben wir noch nie gehabt. Das geht an die Hauptpost oder Paradeplatz

Na dann…

6. Wenn die Post schon eine Servicewüste ist, dann ist die Filiale am Paradeplatz die Atacama Wüste des Service!

Da geht mal gar nichts. Egal wann, es geht gar nichts! Und richtig hier wurde schon gesucht. Telefonisch… innerhalb von 30 Sekunden. Also habe ich mich in die elendlange Schlange eingereiht und gewartet bis ich einen sichtlich unmotivierten und unfreundlichen Schalterangestellten vor der Nase hatte, der sich nicht mal die Mühe gemacht hat zu suchen, sondern einfach gleich zum Kopierer marschiert ist und einen Suchauftrag auszulösen.

Hightech vom feinsten… Mein Abholschein wurde beidseitig kopiert (das zweite Mal heute) und dann handschriftlich festgehalten WO schon überall gesucht wurde bzw. ich war und meine Telefonnummer vermerkt. Wohlgemerkt, kein Formular, keine Online-Suche… Nein, Papier aus dem Kopierer. Ich wundere mich nicht mehr, dass kein Mensch bei der Post das Telefon kennt. In Zeiten von Sendungsverfolgung und TicketIDs arbeitet die Post bei Einschreiben mit einer Technik, die schon fast an steinzeitliche Methoden erinnert. Dem ITler in mir rollen sich da die Fußnägel auf!

7. Frustrierter Heimweg nach anderthalb Stunden Odyssee durch Würzburg. So war das nicht gedacht.

8. Anruf bei der Packstation-Hotline und den Verlauf geschildert mit der Bitte, dass man doch bitte mein Paket aufschieben möge… Reaktion der Hotline-Angestellten

Man kann ein Einschreiben verlieren?!

Gute Frau, auch ich habe es nicht für möglich gehalten.

9. 18 Uhr… Anruf von der Filiale wo meine Sendung sein sollte, aber nicht war. Mein Brief sei jetzt „aufgetaucht“. Wahrscheinlich ist das der Fachausdruck für „haben wir hinter dem Schrank gefunden“.

Ich hoffe dass ich heute nachmittag dann meine PIN in der Hand habe und ENDLICH mein Paket aus der Packstation bekomme… Mittwoch scheint nicht mein Tag zu sein

5 Kommentare

  1. schau, so bekommst du Bewegung.
    das ist von wegen der Zusammenarbeit der Post / DHL mit den Krankenkassen.
    weisste?
    🙂

    ich habe Montag von UPS für ein Paket eine ID Nummer bekommen zwecks Sendungsverfolgung, da stand aber nur das ein Aufkleber für das Paket gedruckt sei, das Paket selbst aber noch nicht angeliefert. und der Aufkleber war wohl schon gedruckt bevor ich überhaupt die Bestellung abgeschickt hatte.
    was die heutzutage alles wissen über einen…

  2. hazamel sagt:

    Bewegung im Sinne von „mit dem Auto anderthalb Stunden durch die Stadt von a nach b fahren“ 😉

    Ja, das kenn ich von DHL aber auch. PaketID wurde schon vergeben, erscheint aber erst ab 19 Uhr oder später im System, wenn es das erste mal durch irgendeinen Scanner gelaufen ist.
    Ich finde ja normales Einschreiben ohne Rückschein schon ein Witz. Ich bekomm nichts wo ich nachverfolgen kann ob das Ding angekommen ist oder nicht.

  3. Lisa sagt:

    schmunzel, die sicherste Art ein Stück Papier von A nach B zu schicken? das Einschreiben eigenhändig 😀 wer kennt das nicht!
    du könntest unsere gemeinsame Freundin K. mal fragen, ob du die Story mit ihrem Weihnachtspaket über Transoflex verschriftlichen darfst 😉

    am besten aber ist immer noch, wenn du in der Post ewig in der Schlange stehst, endlich dran kommst, in aller Seelenruhe bedient wirst,(Eile kennen die ja nicht), hast schon nen Hals von hier bis Bagdad und dann kommt zum Schluß die gesäuselte Frage:
    ach, kennen sie schon unser Postbank Girokonto????
    NEIIIN!!!!!

  4. Katha sagt:

    Selbstverständlich darf in diesem Kontxt gerne auch die Transoflex geschichte zu Papier gebracht werden. Die Sachen sind übrigens nach 6 Wochen weder bei mir noch bei urpsrünglichen Absender angekommen. In der Zeit hätte ich die 25 km Reisestrecke des Briefes auch zu Fuß zurück legen können. Da bist du mit deinen paar Tagen ja wirklich noch gut dabei! Ich hoffe du hast dein lange ersehntes Paket mitlerweile erhalten.

    1. hazamel sagt:

      Wäre ja schön gewesen, wenn das schon das Ende vom Lied gewesen wäre…
      Ich in also mit meinem Zettel wieder hinmarschiert, stand bei der Azubine am Schalter, von der ich sicher bin, dass ich sie vor kurzem im Supermarkt meines Vertrauens noch als Kassenhilfe erlebt habe (und zwar nicht von der freundlichen und kompetenten Sorte!), drücke der meinen Zettel in die Hand und warte auf eine Reaktion. Sie dreht sich nicht um und sucht den Brief sondern starrt bestimmt ne halbe Minute wortlos den Zettel an.
      Da meine Geduld mit der Post am vorherigen Tag schon aufgebraucht war hab ich dann schon etwas pampig gemeint, dass der Brief sicher da sei, weil mich ihr Kollege, einen Schalter weiter, gestern Abend extra deswegen noch angerufen hätte.
      Große Augen… „Jaja, ist klar… Aber ich kann den Name nicht lesen“
      Öhm? Fragen? Meine Glaskugel ist grad in der Reparatur?
      Also schlurcht sie los und sucht meinen Brief.
      „Ich bräuchte dann noch ihren Ausweis, weil der ist ja eigenhändig“
      Ausweis rausgekramt, sie fängt an den Ausweis und dann mich anzuschauen und wieder den Ausweis.
      „JA, das bin ich… wäre ja jetzt dämlich ihnen den falschen Ausweis hinzulegen“
      Ich habe wirklich nur noch drauf gewartet, dass sie moniert dass die Unterschrift auf dem Thermopapier-Abholzettel anders aussieht als auf dem Ausweis.
      Für’s erste hab ich echt die Nase voll von der Post

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