Mindy-Games-Woche

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Bevor hier irgendwelche seltsamen Missverständnisse aufkommen: Nein, es geht hier nicht eine Woche lang um ein weibliches Starlet romantischer Filme namens „Mindy Games“ sondern ich werde (hoffentlich) jeden Tag ein Mini- oder Indie-Spiel vorstellen, dass mir auf die eine oder andere Weise die Zeit geraubt hat.

Die einzigen Mini-Games die mir bis vor kurzem noch auf den Rechner gekommen sind waren Demos von Popcap und Co, die schon vorinstalliert auf dem Rechner waren. Meistens das selbe, simple Spielprinzip in 738 verschiedenen Variationen: Tower Defense oder eben Steine/Diamanten/Gegenstände in eine Reihe klicken und dann verschwinden lassen. So einfallsreich, so langweilig…

Mit zunehmendem Gewicht von Steam in meinem Spiele-Ökosystem und der zunehmenden Bedeutung von Summer-, Christmas-, Thanksgiving-, Whatever-Sale, Weekend- und Daily-Deals ist auch der eine oder andere interessante Mini- und Indie-Titel in meiner Liste gelandet. Und im Gegensatz zu den Schwergewichten der großen Publisher haben die teilweise ganz schön Zeit gefressen. Leider liest man über die „Kleinen“ in kaum einem Druck- oder Online-Werk etwas, womit man sich ein bisschen auf Freunde oder auch sein Glück verlassen muss. Deswegen jetzt die Mindy-Woche…

Anfangen werde ich heute mit einem grafisch eher nicht so spektakulären Titel namens Uplink.

Wer Uplink spielt, der schlüpft in die Rolle eines Crackers, der per Mail immer wieder neue, tolle und spannende Aufträge bekommt. Fliegt man auf, leugnet die Agency, für die man arbeitet natürlich alles und man steht ein bisschen blöd da.

Aber von vorne: Wer mit Uplink anfängt, darf sich erstmal einen Standort und ein Pseudonym geben und dann den ersten, geführten, Testauftrag als Tutorial durchführen: Hard- bzw. Software einkaufen, in einen Server einbrechen, Daten kopieren und an den Auftraggeber schicken.

Leider ändert sich daran bei den „echten“ Aufträgen dann auch nicht mehr viel. Mal muss man ein paar Daten kopieren oder löschen oder das Profil eines Kunden etwas frisieren. Als Belohnung gibt es dann Geld, das man in neue und bessere Hard- und Software investieren kann um dann die nächsten, etwas schwereren Aufträge annehmen zu können.

Nach zwei Stunden Spielzeit war ich das Spiel ziemlich leid, da es doch irgendwie immer das Selbe ist. Dazu kommt, dass das Userinterface nicht immer so optimal gelöst ist. Hat man sich beispielsweise in den Rechner eingehackt, muss man in den meisten Fällen erstmal noch wieder in der Auftragsmail nachschauen, was man denn jetzt eigentlich kopieren oder löschen sollte. Leider ist es, was das angeht, dann doch zu nah an einer echten Konsole, als dass es wirklich dauerhaft fesseln könnte oder Spaß machen würde. Der 8bit-Sound im Hintergrund macht es einem da nicht unbedingt leichter und geht mir zumindest nach kurzer Zeit schon tierisch auf die Nerven!

Aber es war billig und ich… nein, eigentlich kein „und“. Es war einfach nur günstig genug um es auszuprobieren. Gefesselt haben mich da schon eher andere Mini-Games. Wer aber auf den Charme einer Konsole steht und den Cracker in sich mal rauslassen will, der ist hier ganz sicher auf der richtigen Seite!