Im Weltall hört dich niemand gähnen – Universe Sandbox

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Wahrscheinlich wird das ganze nur ein Kurz-Review. Denn jeder der sich mit Freuden und Begeisterung längere Zeit mit Universe Sandbox beschäftigt hat wahrscheinlich entweder einen Astronomie- oder Physik-Fetisch und gehört sicher nicht, wie ich, zur Standard-Klientel von Steam.

Hätte ich gewusst dass es eine kostenlose  Trial-Version gibt, dann hätte ich die sicher erstmal probiert. So aber habe ich mich via Steam gleich an die Deluxe-Variante gewagt.

Wie schon erwähnt, ich glaube nicht, das die normale Steam-Klientel die erklärte Zielgruppe von Universe Sandbox ist. Auch wenn es schicke Awards dafür gibt: Spielen sie eine Minute, eine Stunde, einen Tag, einen Monat… rufen sie es einmal, zehn Mal, hundert Mal auf.

Wenn der Award „Spielen Sie es eine Stunde“ schon eher dünn gesäht ist und nach einer Woche nur sehr SEHR wenige Leute schon die zehn Aufrufe geknackt haben, dann sollte mir das zu denken geben. Hat es nicht… Und so habe ich meinen Spaß mit dem „Spiel“ (Ich weigere mich das ganze wirklich als Spiel zu akzeptieren).

So als Einstieg drehe ich also Runde durch die Tutorials und bekomme einen Award! Wow… wie spendabel, aber wenn Steam meint. Soll mir nur Recht sein.

Ich gebe ja zu, dass es durchaus interessant ist zuzusehen, wie schnell denn das Licht eigentlich wandert und wie schnell Lichtgeschwindigkeit wirklich ist. Aber nein, ich brauche mir trotzdem nicht voller Begeisterung anzusehen, wie ein Lichtimpuls von der Erde in Echtzeit acht Minuten zur Sonne braucht. Das selbe gilt dann für die Kollisionen von ganzen Galaxien: In diesem Fall der Andromeda-Nebel und die Milchstraße. Nett, aber irgendwie nicht so spektakulär wie ich dachte.

Überhaupt habe ich mir vieles viel cooler und spektakulärer vorgestellt nach dem Video im Steam-Store mehr erhofft. Ich wollte sehen was passiert wenn eine Sonne explodiert, was mit Planeten passiert, wenn sie in die Sonne stürzen (erzähl mir doch bitte keiner, dass die Dinger schnurgerade aus dem Sonnensystem schießen ohne dass sie final von der Anziehungskraft der Sonne angezogen werden) und lauter Dinge, die unter „Mächtiger Badabumm!“ firmieren würden. Nix… Voll öde.

Letztlich bleibt nur die Awardsucht über in der Steam-Version. Und die Stunde habe ich auch nur geschafft, weil ich’s am Ende einfach ne viertel Stunde habe laufen lassen. Anders geht’s wohl nicht.

Tja, die Sandbox ist damit raus und wird eine der Leichen in meinem Account werden. Aber, wie Nils schon kommentiert hat, manchmal findet man so eben auch eine Perle. Oder, wie in diesem Fall, auch nicht.