Hübsche Bilder von kleinen Dingen

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Ich bin echt kein Fan von Makro-Fotografie.

Heuschrecken und Blütenblätter in supergroß kann man mich echt mit jagen.

Das ist wohl auch der Grund, warum ich kein einziges Makro-Objektiv besitze und auch in näherer Zukunft nicht plane anzuschaffen. Im Gegenteil. Die letzte Anschaffung stellt erst ab 1,80 Meter scharf und ich bin da ganz glücklich mit.

Dummerweise, und hier kreuzen sich die Hobbies, sind Tabletopfiguren, genau wie Legofiguren, sehr klein. Den Aufwand den ich zum fotografieren die letzten Male getrieben habe, war recht überschaubar. Eine bis zwei Schreibtischlampen, kein Blitz, kein Diffusor, kein Stativ.

Bei Lego hatte ich damals zwei Lampen, Stativ, Blitz, Hohlkehle aus Fotokarton, aber eben auch ein Zimmer mehr in dem ich den Kram einfach stehen lassen konnte.

Die Wahrheit tut eben manchmal weh und ein Freund drückte mich dann bei den Bildern gestern drauf, dass die jetzt nicht so dolle wären.

Ehrgeiz geweckt und gleich noch den Link zu Massive Voodoo bekommen, die ganz schicke Tutorials u.a. zum Thema „Minis fotografieren“ haben. Simone hatte darauf hin gestern Abend schon Angst dass ich den Papierkorb in der Küche zersäge, während sie heute arbeiten ist.

Eines vorweg: Habe ich nicht. Ich habe mich, wie auch im Tutorial, an die Methode mit den Lampen und dem Diffusor gehalten. Getreu dem, was ich ja bei Lego schon gemacht habe. Dieses Mal dann aber mit Stativ und über die Kamera ferngesteuert über die App vom iPad.

Ich hatte sowas eh schon im Kopf, da meine Dreadfleet bis jetzt ja auch nicht ausreichend gewürdigt wurde.

Nachdem die ersten Test-Shots mit dem Rhino von gestern schon viel besser aussahen als das, was ich auf dem Schreibtisch fabriziert habe, habe ich die Flotte auch gleich noch durchgezogen.

Am großen Bildschrim muss ich aber sagen, dass es da noch Verbesserungsbedarf gibt. Die Empfehlung Blende 10 und aufwärts zu verwenden kam mir schon hart vor, also habe ich es mit Blende 8 versucht und muss zugeben, dass ich beim Rhino immer noch Tiefenunschärfe habe. Das nächste Mal muss ich also wirklich noch nen Gang hochschalten.

Die Bilder sehen im Gegensatz gestern auf jeden Fall besser aus, auch wenn ich mir mit den Streifen im Karton, die erst beim Blitzen so richtig sichtbar werden, noch was überlegen muss.

Man kann auf jeden Fall eine Menge Zeit versenken um schicke Bilder rauszubekommen. Aber wahrscheinlich ist es das für die Arbeit, die man sich mit dem bemalen gemacht hat, wirklich wert.