Herbstspaziergänge


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Kamera und Objektiv sind da. Die ersten paar Runden gedreht.

Vor ein paar Wochen schon mal an einem schönen halbnebligen Samstagmorgen mit dem Weitwinkel von Canon den Main und die Weinberge unsicher gemacht.

Und heute mit der Frau einen Ausflug in den botanischen Garten.

Wie fällt mein erstes Fazit aus?

Es ist ungewohnt. Schon vom ersten Moment an. Nicht mal wegen des Gewichts sondern viel mehr der Sucher. Ich war noch nie ein Fan von Live-View. War mir bei der Spiegelreflex immer zu träge. Jetzt habe ich quasi immer Live-View. Nein, aktuell möchte ich nicht nur über das Display fotografieren wenn ich einen Sucher habe.Nur doof, dass der Sucher auch ein Display ist. Gefühlt hat Canon da auch kräftig an der Sättigungsschraube gedreht. Komischerweise nur beim Sucher-Display. War natürlich auch gewöhnungsbedürftig ist, ist dass man durch den Sucher jetzt den gleichen Umfang an Bildinformationen bekommt, der am Ende auch auf dem Bild landet. Kein „Aber der Himmel war doch blau und nicht weiß“ mehr sondern WYSIWYG. Ich habe auch noch nicht ganz raus, wie man das vernünftig steuert.

Was ich auch noch nicht raus habe, sind die Auto-Fokus-Punkte. Meine 70D hat davon ganz viele, die ich fast schon blind über Tasten und Drehrad durchscrollen kann. Hat die M50 so in der Form nicht mehr. Canon geht ja scheinbar davon aus, dass der Nutzer das Display nutzt und da dann drauftatscht wo er es scharf haben will. Nutzt man das Display nicht wird das echt mühselig.

Alles in allem ist die Kamera also für mich eher ein Ersatz zum mitnehmen. Das mag sich mit der Zeit ändern, aber es sind in dem Bereich noch viele Punkte, die ich entweder noch nicht verstanden habe oder an mir als Zielgruppe vorbeigehen. Wobei der Vorteil ganz klar auf der Hand liegt: Die Kamera mit Objektiv ist leichter als eines meiner Objektive für die alte.

Zum Schluß ist „Objektive“ noch ein gutes Stichwort: Es gibt kaum welche. Canon selber bietet ganze acht Stück an. Bei den Drittherstellern sieht das nicht viel besser aus. Vergleicht man, was es da für EF/EF-S gibt, ist das doch sehr mager. Man kommt, aus meiner Sicht, eigentlich nicht um den Adapter rum. Wenn man schon EF/EF-S-Objektive hat sowieso nicht. Das „klassischer“ 50mm/1.8er gibt es gar nicht. Und das, was dem am nähsten kommt, ist das 32mm 1.4er für knapp 500€. Für mein 1.8er habe ich damals gerade mal einen Bruchteil bezahlt.

Ich mag die neue Kamera, aber wir müssen uns echt noch ne ganze Weile anfreunden. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich unterwegs jetzt die Option habe, weniger Gewicht in der Tasche bzw. dem Rucksack rumschleppen zu müssen.

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