Gewonnen! – Das Tabletop-Set von Cullmann

Nachdem ich letztes Jahr im Adventskalender von kwerfeldein das Tabletop-Set von Cullmann gewonnen habe, ist es diese Woche dann auch wirklich bei mir eingetrudelt.

Dieses vier-teilige Set ist dazu gedacht, einem, gerade bei Fotos auf der Tischplatte, das Leben leichter zu machen. In meinen Augen eine tolle Idee, da ich grad im Kampf mit dem kleinen Darth sowas schon das eine oder andere Mal vermisst habe und lieber sowas gehabt hätte statt mich mit dem großen Stativ auseinander zu setzen. Ich denke, auch für Foodblogger dürfte sowas interessant sein.

Was ist also drin, in der Schachtel:

Wie schon erwähnt: Vier Teile. Oder besser: Dreieinhalb. Denn neben dem Kugelkopf und der Klemme gibt es auch noch ein Verbindungsstück mit 23 cm Länge, dass sich in der Mitte auseinanderschrauben lässt.

Alles, dann 1/4 Zoll-Anschlussgewinden untereinander kombinierbar und auch anderen Dingen mit entsprechendem Gewinde nutzbar.

Das Set an sich macht einen sehr wertigen und robusten Eindruck und besteht fast durchgehend aus Metall und Alu. Ich hätte keine Angst damit auch durchs Gelände zu ziehen. Klein und leicht genug ist es dafür auf jeden Fall. Wobei sich das Tabletop-Set dann doch ein bisschen anfühlt wie ein Erweiterungsset im Gegensatz zu den drei „großen“ Sets Studio, Support und Touring.

Aber wie macht es sich denn nun so?

Ich hatte ja erst ein bisschen bammel auf dieses Leichtgewicht meine doch sehr Kopflastige 450D mit Akkupack und Blitz zu schrauben. Das schafft nicht jedes Stativ mit Bravur, aber den Test, auch in gekipptem Zustand an der Schreibtischplatte, hat das Set bestanden. Unbeaufsichtigt stehen lassen wollte ich es dann aber doch nicht. Das gleiche galt für meine alte, analoge Spiegelreflex mit dem Teleobjektiv drauf. Kein Mucken, kein Murren und kein Verrutschen der Kamera. Dass meine kleine G9 da locker drauf passt, dürfte sich ab dem Punkt dann schon fast von selbst verstehen.

Die Schraubklemme hält natürlich nicht nur an der Schreibtischplatte. Ich hab sie auch am Stuhlbein oder dem Stahlrohr meiner Garderobe befestigt bekommen. Gerade für runde Oberflächen hat die Klemme Kerben in den Halterungen, damit das Rohr möglichst ideal gegriffen wird. Dazu kommt dass sie nicht nur ein Schraubgewinde hat, sondern gleich vier. Der Fantasie und Kreativität sind da fast keine Grenzen gesetzt.

Aber eben nur fast. Denn die 33mm der Öffnung haben mich bei meiner Wohnungsausstattung schon eingeschränkt. Der Esstisch, an dem ich normalerweise Tabletop-Fotos mache, ist dicker und fällt somit raus. Auch ein, fast schon, Standardwohnzimmertisch aus einem schwedischen Möbelhaus hat eine Tischplatte die dicker ist als 33mm. Outdoor-Einsatze am Pfosten eines Verkehrschildes kann man mit diesem Set vergessen. Keine Chance. Da muss wohl doch das Touring-Set mit den 60mm genutzt werden. Leider scheint man die Klemme auch nur mit diesem Set zu bekommen und nicht einzeln. Ein weiteres Beispiel war das Fahrrad. Am Oberrohr meines Rades ist schon nicht zu wollen und an der Gabel möchte ich es nach einem kurzen Grifftest auch nicht befestigen. Das Set hat also doch so seine Grenzen.

Eine davon ist, trotz toller Verarbeitung des Restes, die Fixierung des Kugelkopfes. Bei der kleinen Plastikkurbel weiß ich irgendwie nie wann fest und wann dann ab kommt. Schöne Idee dass man mit einem Griff dann den Kugelkopf neigen und drehen kann, aber so wirklich sicher fühle ich mich da nicht immer.

Alles in allem bin ich vom System immer noch angetan, finde es aber Schade, dass man sich seine Sets nicht individuell zusammenstellen kann sondern wohl, wenn man z.B. die große Klemme haben will, gleich ein ganzes Set kaufen muss und dann am Ende ggf. Teile doppelt hat die man nicht braucht.

Ich werde wohl in den nächsten Wochen und Monaten immer mal wieder damit arbeiten und dann ja sehen, wie sich, z.B. die Haltbarkeit des Kugelkopfes in der Langzeitbenutzung bewährt.

Ich freue mich auf jeden Fall drüber und denke, dass es da schon das eine oder andere Anwendungsgebiet gibt und empfehle jedem Interessierten sich umzuhören ob er bei jemand mal ein bisschen damit rumspielen kann.