Digitales Papier für die Badewanne

on

Nach einer intensiven Beratung habe jetzt meinen eigenen eBook-Reader. Am Ende war es dann doch eher ein Impuls-Spontan-Kauf beim Buchhändler meines Vertrauens.

Somit bin ich jetzt seit ein paar Wochen stolzer Besitzer eines Tolino Vision 2. Und das obwohl ich die Update-Freunden mit dem Vorgänger hier hautnah miterlebt habe. Aber die Verlockung ein spannendes Buch auch unter der Dusche weiterlesen zu können, war dann doch zu reizvoll. Nicht dass ich das jemals ausprobieren werde… Das mit der Badewanne übrigens auch nicht. Mangels Badewanne.

Tolino Vision 2

Was gibt’s für’s Geld?

180 Gramm Reader und ein USB-Kabel wenn man ganz genau sein will. Der Reader ist schon halb geladen und auf den Online-Shop meines Lieblingsbuchhändlers eingestellt. Hätte ich also schon eBooks dort mit meinem Konto gekauft, hätte ich die gleich bekommen. Da ich aber bis jetzt keinen eigenen eBook-Reader hatte, habe ich auch keine. Also wird es Zeit einzukaufen.

Shop-A-eBook

Erster Versuch: Kaufe Buch über Shop vom eBook-Reader. Scheitert in diesem Versuch aber daran, dass Bezahlung nur per Kreditkarte geht. Nach viel Spaß mit „verlorenen“ Kreditkartendaten und neuer Kreditkarte, hatte ich darauf erstmal keine Lust.

Also der andere Weg: Über den Online-Shop des Lieblingsbuchhändlers ein eBook kaufen und dann den Sync-Button drücken. Klappt wunderbar und wenige Sekunden später ist der nächste Perry Rhodan Neo-Roman auf meinem eBook-Reader. Und gleich auch noch „Miss Minotaurus“ von A. Lee Martinez. So schnell wird man Geld los und bekommt Lesestoff, ohne ein Buch in die Hand nehmen zu müssen.

Alternativ habe ich dann auch noch ein paar Bücher aus dem Humble Bundle auf den Reader geschoben. Ganz einfach indem ich den Reader mit dem Rechner verbunden habe und die Bücher rübergeschoben habe. Fertig. Ob es einen Einfluss hat, wohin ich den eBook-Reader kopiere? Keine Ahnung. Es hat einfach funktioniert.

Was ich nicht wusste und mir Simone auch erst später gesagt hat: WLan aus schont den Akku. Hatte ich gar nicht dran gedacht und so war ich einigermaßen verwundert wie schnell mein Akku weniger wurde. Von wegen „Hält zwei Wochen“.

Lesen auf dem Vision 2

Da der eBook-Reader ja im Grunde nicht dazu da ist, dass der Tisch nicht wackelt sondern, dass man darauf liest, habe ich das dann als nächstes probiert. Natürlich mit aktiviertem *trommelwirbel* Tap-To-Flip!

Tap to Flip ist eine Funktion, dass wenn man auf den Rücken des eBook-Readers tippt, dieser weiterblättert. Zumindest bei meinem Reader müsste die Funktion eher „Beat to Flip“ heißen. Auf sanftes tippen reagiert er eher selten. Oder dann wenn ich es nicht brauche und dann muss ich doch wieder auf dem Display tippen, weil Tap to Flip nur vorwärts kann. Also habe ich es wieder deaktiviert. Zu unausgereift für mich, zu unsensitiv.

Das Lesen an sich ist super. Man muss nicht immer die Beleuchtung anhaben, aber sobald das Licht weniger gut oder hell ist, macht es schon einen riesigen Unterschied. Ich mag es. Und der eBook-Reader nimmt nicht viel Gewicht und Platz weg, so dass ich im Bett, schnell noch im Hotel, im Zug und auf dem Weg zur Arbeit lese.

Was sonst noch so ist

Neben dem vielen Licht gibt es leider auch noch ein bisschen Schatten beim Vision 2. Allerdings in vielen Fällen nicht schattig genug um das Leuchten des kleinen Tolino zu trüben.

Updates

Update-Spaß hatten wir ja, wie gesagt, schon mit dem Vorgängermodell. Also dass das Update scheinbar irgendwo im Keller der Telekom von jemand entwickelt wurde, der kein Testgerät hat. Der Download klappt zumindest beim Vision 2 ohne Probleme.

Nur dass er beim letzten Mini-Update nach dem Update einfach runtergefahren ist und nur noch entspannt mit dem Power-Button geblinkt hat. Ohne Status-Balken oder sonstwas. Panisch habe ich dann schon angefangen, auf den blinkenden Knopf einzudrücken: Nichts… Minutenlang. Real oder zumindest auch nur gefühlt.

Bis der Reader dann wieder angesprungen ist, als wäre nichts passiert. Nicht nett. Gar nicht nett!

Shoppen im Shop

Irgendwann hab ich es natürlich doch ausprobiert mit dem Shop im Reader und wollte mit Kreditkarte bezahlen.

Wäre eigentlich total einfach gewesen: Kartendaten eingeben und fertig. Dumm nur, wenn man im Payment-Formular die Daten die man eingibt, erst sieht, wenn man in ein anderes Feld klickt. Macht Spaß, bei sehr kurzen Kreditkartennummern und dem eher unpräzisen Auswahlmodus. Da ist also auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf.

Das Fazit lautet also…

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden bisher. Ich kann das Ding nur jedem empfehlen, der viel unterwegs ist und viel liest. Und auch jedem der viel liest und wenig Platz im Bücherregal hat. Denn sind wir mal ehrlich: Die wenigstens Bücher werden dann doch zweimal gelesen oder sind so edle Sonderausgaben, dass man sie stolz ins Bücherregal stellt. Wie mein Perry Rhodan Neo nach dem Lesen ausgesehen hat, möchte niemand wissen. Das hätte ich auch nicht mehr ins Regal gestellt. So sehe ich den Berg an Büchern nicht und der Zustand ist auch nach dem ersten Lesen noch neuwertig. Ich vermisse im Moment nichts gegenüber dem Papierbuch. Vielleicht auch deshalb weil der Reader bestimmte Papierbücher eh nie ersetzen werden wird.