Denn ich weiß nicht, was ich tue…

Programmvorgaben sind was tolles.

Detaillierte Ablaufpläne, genau Beschreibung der Datenstrukturen, präzise Anweisungen was gewünscht ist. Ein Traum.

Richtig, „Ein Traum“, zumindest in den meisten Fällen.

Die Realität hat mehr Ähnlichkeit mit Kirks Anweisungen an Scotty. Ein „Mach, dass es so funktioniert, wie ich mir das denke“ schon viel dichter an der Realität.

Umso schöner ist es, wenn man dann den Auftraggeber irgendwann durch beharrliches nörgeln, quengeln, Mail-Bombing und Sitzblockaden in dessen Büro, so weit genötigt hat, dass er mit einem den genauen Ablauf Schritt für Schritt durchgeht. Tagelang!

Man schreibt sich sozusagen seine Vorgaben selber. Man weiß ja was man wissen will, hat schon eine grobe Struktur des Programms im Kopf und will das jetzt nur ein für alle Mal schwarz auf weiß auf Papier haben. Der heilige Gral der Programmierung:

Die perfekte Vorgabe!

Kein weiteres Fragen mehr, man schließt sich in seinem Büro ein und programmiert drauf los, weil man’s ja jetzt perfekt dokumentiert hat.

Blöd ist nur, wenn man nach zwei Wochen dann über seinen kryptischen Zusammenhängen in der perfekten Vorgabe sitzt und selber nicht mehr weiß, was man von sich wollte…