Daddord Cinemaxx

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Horrorgeschichten gab es vorab zu lesen.

Dass der Film ein Blockbuster im wahrsten Sinne des Wortes wäre. Anstehen. Lange anstehen müsse man dafür. Selbst an einem Sonntagvormittag um 11 (mancher mag auch sagen „Sonntagfrüh“). Im Regen. Immerhin hatte an diesem letzten Vorführsonntag der Wettergott ein einsehen und dankte es den Frühaufstehern mit nur 6 Grad. Kann man im Feburar auch gerne anders haben.

Ich kam mir ja ein bisschen vor wie bei einem Konzert eines echten Rockstars. Dass manche Herrschaften mittleren Alters nicht durch den Foyer des Cinemaxx gerannt sind, um in der ersten Reihe zu sitzen, war auch gerade alles. Soll nochmal einer sagen, Kino wär tot…

Tot war in diesem Falle nur die Leich‘ im Teich. Und das war auch gut so, sonst hätte es ja nix zum ermitteln gegen für das personell etwas veränderte Team der Würzburger Kripo und des Privatdetektivs Axel Strick.

Unterhaltsam und kurzweilig war die Jagd nach dem Mann mit der Machete auf jeden Fall. Offen bis ziemlich zum Schluss, auch wenn man dann doch eine Ahnung hatte, wer denn der böse Bube sein könnte. Aber mit dem geänderten Personal hat sich scheinbar auch die erzählerische Ausrichtung ein bisschen angepasst.

Axel Strick ist zwar immer präsent, aber hatte am Ende mit der Lösung des Falles eher weniger direkt zu tun. Viel mehr hat seine Person noch mehr Rätsel aufgegeben. Freundin und Arbeitgeber ohne Erklärung über alle Berge. Vielleicht gibt es ja einen Director’s Cut, der die Lücke zwischen diesem und dem Vorgänger erzählt. Denn immerhin scheint das alles nicht ganz unschuldig daran zu sein, dass Herr Strick im Bademantel am Weiher steht.

Trotz dieses Wermutstropfens ist die Zeit im Kino wie im Fluge vergangen. Mittlerweile lauert man ja als Zuschauer nur darauf, wo denn wieder mehr oder weniger subtil eine Anspielung auf das Würzburger Leben oder einen der Sponsoren fällt.

Und wahrscheinlich wird Andy Puhl, als pornoproduzierender Prinz der Würzburger Türsteher-Mafia auf ewig auf meiner Netzhaut eingebrannt sein. Alleine schon wegen der Kleidung.

Verzichten kann ich das nächste Mal dann übrigens auf die Kommentar-Tonspur hinter mir. Da hätte es fast einen echten Mord im Kino gegeben. Ich wollte aber keinen Stoff für die nächste Folge liefern.

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf Ostern wenn die DVD erscheint und im Regal passend zwischen dem „Vorzelt zu Hölle“ und dem Tatortreiniger stehen darf.