Hazamelistan

Dies und Das seit 2001

Brain for Braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaains!

Nicht erst seit Left4Dead scheinen Zombies zu den neuen Vampiren zu mutieren. Ich warte ehrlich gesagt nur darauf, dass eine Roman- und Filmreihe rauskommt in der sich eine Highschool-Trulla in einen Zombie verknallt.

Auf dem Spielemarkt sieht es ja nicht viel anders aus. Atom Zombie Smasher oder Zombie Driver sind da nur zwei Casual-Games die auf den Zombiezug fröhlich aufgesprungen sind. Natürlich würden die Spielprinzipien nicht ohne eine Massenbedrohnung funktionieren. Und ja, auch der Filmbereich hat gute und weniger gute Ware zu bieten…

Und gerade dort fällt eines auf: Die aus meiner Sicht „guten“ Zombiefilme sind die, die das Genre gehörig auf die Schippe nehmen. Also zum Beispiel Shaun of the Dead, Zombieland oder auch der von mir vergötterte Zombie-Nazi-Streifen Dead Snow.

Aber gibt es da draußen auch einen „ernsthaften“ Zombiefilm der ohne die gängigen Klischee-Fehler auskommt?

Ich hatte grad wieder den Spaß mir 28 Weeks Later anzuschauen. Aber irgendwie lässt er mich doch frustriert zurück. Warum?

  • Irgendwer in den Zombiefilmen macht gegen jede Vernunft immer etwas dummes… Hier küsst der Hauptdarsteller seine Frau und ist, schwupps… infiziert und der Spaß fängt von vorne an
  • Nervige Blagen, die einfach nur nervig sein… Hier in Form der Kinder des zombiefizierten Hauptdarstellers, die „mal eben“ einen Trip durch London machen um ein paar Sachen (Schuhe!!!) aus dem alten Haus zu holen und dabei über die Mutter stolpern
  • Charaktere bei denen man im vornherein weiß, dass sie innerhalb der nächsten 10 Minuten draufgehen werden… Hier der Typ aus dem Warenlager, der erst nur rumheult und sich dann an den Hubschrauber hängt und wohl in die Zombies fällt
  • Charaktere, die bis zum Zeitpunkt X eigentlich ganz cool waren aber dann voll nervig werden… Hier in Form der Ärztin, die erkennt, dass der Junge gerettet werden muss und dann im dunklen U-Bahn-Tunnel in einer infizierten Stadt rumschreit. Stell doch gleich ein Leuchtschild auf „Hier Essen“.
  • Charaktere die dafür sorgen, dass der Rest der Welt auch noch untergeht… Hier in Form der Schwester mit ihrem „Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin… du bist nicht infiziert. Komm lass uns von der Insel runterfliegen nach Frankreich…“

Gibt es Hoffnung? Ein halbwegs „vernünftiger“ Zombiefilm ohne solchen geistigen Vollaussetzer?

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9 Kommentare

  1. Holle 11. August 2011

    Mcchen denn nicht gerade solche Vollaussetzer einen guten Zombiefilm aus? Einerseits verstehe ich dich, dass dudas sich immer wiederholende Prinzip nicht mehr sehen kannst. Aber mit einem Film müssen ja auch gewisse Erwartungen erfüllt werden.

    Andererseits wäre es ma lwirklich schön einen Zombiefilm zu sehen der komplett logisch aufgebaut ist und in dem sich nicht jeder dumm verhält. Eventuell könnte die kommende Verfilmung von Max Brooks Zombie büchern unter dem Titel „World War Z“ mit Brad Pitt ein solcher Film sein. Ansonsten fällt mir kein Zombiefilm auf Anhieb ein, der dieser Anforderung entsprechen könnte.

    Aber ich habe zuletzt „Tucker and Dale vs. Evil“, eine Persiflage auf die gängigen Splatterfilme bei denen sich die Hinterwäldler schon fast vorbildlich gut verhalten und es dennoch zu grausigen Toden kommt, da die „hilflosen“ Studenten sich viel zu Klischeehaft verhalten :D

  2. hazamel 11. August 2011 — Autor der Seiten

    Also die hysterisch kreischende Ärztin am Ende hat mir echt den letzten Nerv geraubt.

  3. Holle 11. August 2011

    Hmm, ist der erste Teil also „28 Days later“ nicht recht frei von den gängigsten Klischees?

    • hazamel 11. August 2011 — Autor der Seiten

      Ja, der war echt eine positive Ausnahme.
      Walking Dead hat mir als Comic bis jetzt auch gut gefallen

  4. Holle 11. August 2011

    Stimmt das lese ich seit der ersten Ausgabe und es ist immer noch sehr realistisch geblieben. Schön, wenn man das von der TV Serie auch behaupten könnte…

  5. hazamel 11. August 2011 — Autor der Seiten

    Das dachte ich mir schon fast, als ich den Episoden-Guide gelesen habe. Also bleibe ich bei den Comics

  6. Verena 15. August 2011

    28DaysLater ist ein wundervoller Film – und zumeist sind Zombie-Schinken ja alles Andere als platter Horror. 28WeeksLater war gruselig im Sinne von hirntot. Das sind so die Momente, wo ich, genau wie bei LandOfDead, die Fraktion wechsle: pro Zombie.

    Leute die laut kreischend durch einen Tunnel rennen und / oder die Infektion der Lieben negieren, haben die Zombie-Apokalypse halt einfach verdient ;-) schade nur, dass brain-essenden Zombies sich daran ziemlich den Magen verderben dürften. Dass die Brains schon arg gammelig stinken (bei den Lebenden, nicht bei den Toten) ist ja jetzt auch kein Geheimnis …

    Übrigens gabs den Trulla-findet-Zombie-toll-Film schon: Die Nacht der lebenden Looser ;-)

  7. Pinhead 16. August 2011

    The Walking Dead ist ohne Frage ganz große Zombiekunst. Allerdings kommen mir da inzwischen die Zombies etwas zu kurz. (Lese die deutsche Ausgabe) Nicht ganz so episch aber dennoch ein paar Überraschungen hat Zombies von splitter. http://bit.ly/raNV26
    Wobei hier auch die gängigen Klischees bedient werden.

    Kannst du bitte aufhören die so Teenie Zombie Romanze zu wünschen. Manchmal werden wünsche nämlich war. http://amzn.to/pjWjAp

    Da macht die neue Zombie Anthologie von Panini schon einen besseren Eindruck. Allerdings hab ich die noch nicht gelesen.
    http://bit.ly/pamnbu

  8. hazamel 16. August 2011 — Autor der Seiten

    Oh.. -g- „Mein fahler Freund“ Hat meine Freundin rezensiert und fand ihn gar nicht mal so schlecht.
    http://bit.ly/heovKh

    Sie ist normalerweise aber auch kein Fan von solchen Teenie-Schmonzen.

    New Dead muss ich mir dann wohl mal anschauen

    @Verena:

    Ja, der war sehr gut. Bei den Zombies habe ich das Gefühl dass die Parodien besser sind als der „ernste“ Kram.
    Vielleicht lags an der Synchro, aber die Szene wo sie in die U-Bahn stolpern und die Ärztin bei jedem Kadaver auf der Rolltreppe hysterisch das kreischen anfängt fand ich schon arg grenzwertig.

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