Lego Nerdig

Wie meinte ein Freund vor ein paar Wochen?

Du musst doch nicht jedes Klischee erfüllen…

Doch muss ich. Scheinbar.

Zumindest ist auf Grund einer 20%-Rabattaktion bei Toys’r’us bei uns (besser gesagt bei mir…) ein Lego Mindstorms-Kasten eingezogen.

Für alle, die nicht wissen was es damit auf sich hat ein kurzer Exkurs:

Lego Mindstorms gibt es seit ungefähr 15 Jahren und ist im Grunde Lego Technic. Bis auf den unförmigen Block, die Motoren und allerlei Sensoren. Der unförmige Block ist ein kleiner Computer der mit Programmen gefüttert werden kann, die das Lego dann ausführt. Mit EV3 gibt es seit ca. einem Jahr die dritte Ausbaustufe davon.

Programmiert wird das ganze Out-of-the-Box erstmal mit einer Drag-and-Drop-Programmiersprache von Lego. Flashen lässt sich der die Steuereinheit aber mit ziemlichen vielen hübschen anderen Programmiersprachen. Werkelt doch in dem kleinen Schmuckstück ein ARM-Prozessor und von Haus aus ein Linux.

Wobei schon die simple Drag’n’Drop-Programmiersprache es durchaus in sich hat.

Lego Programmiersprache

Erklärt wird nämlich nicht viel. Auch (leider…) ist es mit gedruckter Anleitung bei Mindstorms nicht so weit her. Das meiste kommt über’s Internet. Mehr als dass man Batterien einlegen soll, bekommt man an der Stelle nicht erklärt.

Wie läuft das jetzt ab:

Im Normalfall klickt man sich am Rechner durch die Bauanleitung, lädt danach das Programm auf den EV3 und los geht’s.

In meinem Fall hieß es danach: Das kann man doch anders/besser machen.

Im ersten Versuch bewegte sich dann recht schnell ein Kettenfahrzeug durch unser Wohnzimmer und suchte sich an Hand eines Infrarot-Sensors selbstständig seinen Weg. Weil der IR-Sensor aber so seine Tücken hat, blieb nur der Weg zu Lego und ein Ultraschallsensor und ein zweiter Tastsensor mussten nach zwei Tagen nachgeordert werden. Einen Akku mit Ladegerät habe ich mir verkniffen. Für 125 € kann ich nämlich einen ganzen Haufen Batterien kaufen.

Bisher war die Lebenszeit meiner Mindstorms-Modelle eher im Tagesbereich begrenzt. Die Möglichkeiten, die man damit hat, sind einfach unglaublich und viel zu faszinierend. Leider setzt die Realität in Form von Legosteinen oder mangelndem Ingenieurs-Studium der einen oder anderen Idee Grenzen. Vielleicht auch zum Glück.

Das Kettenfahrzeug hatte ich ja schon erwähnt. Die Gummiketten waren mir aber ehrlichgesagt zu doof. Als stolzer Besitzer eines Panzerführerscheins muss es da schon was ordentliches sein. Deswegen ist auch noch ein Bagger ins Haus gewandert. Der begeisterte Blogeintrag von Crosa war da nicht ganz unschuldig. Statt den Powerfunctions von der Verpackung gab es dann halt richtig Power…

Bagger

Als stolzer Besitzer eines Panzerführerscheins hätte ich es an der Stelle besser wissen müssen. Laminat und Ketten gehen eher nicht so gut… Teppich okay, aber Laminat hört sich an wie ein verzweifeltes Kaninchen auf der Flucht auf einer Eisfläche.

Also zurück zu „Rädern.

Der RaceTruck aus den Vorgaben wurde dann mit Anschlag- und Ultraschallsensor verschönert.

Ich muss sagen: Es klappt erstaunlich gut. Abgesehen vom dauerhaften Drang das Stuhlbein als Hindernis nicht ernst zu nehmen, weicht er brav zurück. Wahrscheinlich werde ich aber noch ein bisschen was am Programm machen müssen. So ganz zufrieden bin ich noch nicht.

Aber, wie schon erwähnt, es ist großartiges Spielzeug. Wobei man schon fast nicht mehr von Spielzeug reden kann. Wer die Chance hat, sich da mal länger mit zu beschäftigen, sollte es unbedingt tun.

Früher oder später wird wohl bei mir auch mal eine andere Firmware auf den EV3 wandern und dann schauen wir mal was da noch so geht.

So lange werde ich wohl in regelmäßigen Abständen die Modelle zerlegen und anders zusammenbauen.

Ein Kommentar

  1. crosa sagt:

    Hui, Krass was du aus „meinem“ Bagger gemacht hast. Ich sehe schon, ich muss da mal weg vom Handbetrieb 😉

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