Das WüTab im Hause Hazamel

Dem WeTab war ja kein großer Erfolg beschieden. Deswegen hat in meinen Hallen jetzt ein „WüTab“ in Form eine Motorola Xoom Einzug gehalten. Der Kollege mit dem Asus Transformer hat mich einfach überzeugt… ebenso die Tatsache, dass ich es zu einem sehr günstigen Preis bekommen habe (Nun gut, vorerst ohne SIM-Kartenhalter, aber ich hoffe doch dass sich das in den nächsten Tagen dann auch ändert).

Ein Tablet nun also… dazu noch eines mit Android.

Auf Herz und Nieren habe ich das gute Stück sicher noch nicht endgültig geprüft, aber es gibt schon so ein paar Sachen die sich als Freudensprünge und Trauerklöße entpuppen.

Freundensprünge bereitet auf jeden Fall das Display. Sieht toll aus, lässt sich toll bedienen und reagiert einwandfrei. Das selbe kann man von der Kamera sagen. Wahrscheinlich kann man damit auch Leute Blitzdingsen und ihnen danach einfach ein Video zeigen, was sie stattdessen erlebt haben. Oder den bescheuerten Gesichtsausdruck festhalten beim Blitzdingsen.

Größte Freude verursacht bei mir auch die Akkulaufzeit! Ein Traum!

Besonders negativ aufgefallen sind da in den letzten Tagen eher andere Dinge.

Da wäre zunächst, die eher ungünstige Lage des Powerknopfes… Hat man es in der Hand, dann ist das kein Problem das kleine aus dem Display-Timeout aufzuwecken. Versteckt sich der Knopf doch auf der Rückseite. Liegt es allerding auf dem Tisch, habe ich noch keinen Weg gefunden es anders wieder zu erwecken. Hochnehmen, kurz drücken und fertig ist die Sache.

Der Rest ist eher ein Problem softwareseitig:

Ich weiß ja nicht wie das bei Apple ist, aber, außer es ist explizit ausgeschlossen, wie z.B. Whatsapp oder die Cinemaxx-App, lassen sich auch die normalen Handy-Apps aus dem Android-Market installieren. Sie werden dann einfach nur vergrößert. Schlimmster Vertreter dafür bisher: TweetDeck!

Ich sehe ein, dass man auf einem Handy immer eine Spalte pro Bildschirmseite anzeigt. Geht halt nicht anders… nur ist auf dem Tab eben mehr Platz, da kann man das schonmal machen wie auf dem Desktop: Viele viele nebeneinander. Wie halt Platz ist. Die alternativen, die ich probiert habe, sind meistens auch an diesem Problem gescheitert oder daran, dass ich nur einen Account zur Zeit nutzen konnte. Zwei Timelines aus zwei Accounts (wie kann ich auch…) gingen nicht.

Ärgerlich in diesem Zusammenhang auch, dass die Filtermöglichkeiten im Android-Market da sehr zu wünschen übrig lassen.

Überhaupt hat Google hier noch Nachholbedarf. Ich würde liebend gern für die eine oder andere App Geld zahlen. Wirklich! Leider kann ich das nicht. Der Market akzeptiert nur Google Wallet. Und Google Wallet akzeptiert nur Kreditkarte. Ich weiß, ich bin voll öde und so, dass ich keine Kreditkarte habe und bisher, auch bei Apple und Bezahlung im Ausland, z.B. bei ThinkGeek, mit Paypal oder Clickandbuy durchgekommen bin. Sowas auch. Also nix Google Market… Habe schon kurz überlegt, mir eine von diesen Prepaid-Online-Kreditkarten zu nutzen, aber da noch keine sinnvollen Reviews zu gefunden außer Foreneinträgen von vor Jahren. Doof das!

Ich frage mich auch, wer bei einem Tablet-OS auf die Idee gekommen ist, den Standardbrowser ohne UserAgent-Eingabe zu gestalten. Zumindest keine die direkt zugänglich wäre. Bei einer Auflösung von 1200 x 800 Pixeln finde ich es ungenügend mich mit der Mobil-Seite vieler Webseiten rumschlagen zu müssen, gerne auch ungefragt und ohne eine echte Möglichkeit der Seite zu sagen, dass ich so halsbrecherisch bin und das jetzt doch im Orginal sehen will. Weil’s meine Leitung halt kann.

Leitung ist auch ein gutes Stichwort um noch auf ein weiteres Thema zu kommen: Over-the-Air-Updates! Davon hatte ich jetzt eines während ich unterwegs war. Also hätte ich gern gehabt als ich unterwegs war, aber das Tablet hat mich nicht gelassen. Es besteht, trotz 5 GB im Monat an Volumen, darauf, dass es gerne ein WLAN hätte. Optionales Umschalten zu: jaja, is schon Recht! Ich will trotzdem: Fehlanzeige!

Schade, weil wenn man mal länger unterwegs ist und genau dann, das schon testweise ausgerollte IceCreamSandwichs kommt, dann will man das doch gleich haben. Und nicht erst wenn man wieder in einem WLAN ist.

Aber sonst: Ich bin rundum glücklich! Es macht Spaß damit rumzuspielen und sinnlose Dinge damit anzustellen. Ich bin begeistert von der Google Maps-App, die in dieser Größe endlich ein sinnvoller Kartenersatz ist, ich mag den Reader und ich mag den Google Calendar und ich bin beeindruckt von der Grafikpower die so ein Ding entfaltet.

Und ich verbuche es als täglichen Workout! Denn die fast 800g im Alu-Gehäuse halten sich ja nicht eben so.

Was bleibt also noch zu tun? Naja, entspiegelnde Schutzfolie kaufen… aber mehr auch nicht!

6 Kommentare

  1. der_vogel sagt:

    Als wirklich schicken Twitterclient empfehle ich dir Tweetcomb. Tweetdeck und die offz. Twitterapp kann man echt vergessen.

    1. hazamel sagt:

      Hatte ich. Kann aber immer nur einen Account online anzeigen soweit ich das gesehen habe und das ist bei meinen zwei Accounts dann doof.
      Habe nicht alles doppelt in beiden Accounts sondern ein bisschen Trennung drin.

  2. Hm. Auf meinem Asus Eee Pad kann ich einstellen, dass ich mit nem Desktop Browser unterwegs bin. Habe da ebenso wie Du keinen Bock eine ggf. gezoomte mobile Website anzugucken.

    1. hazamel sagt:

      Ja, seltsamerweise hat das Aus hinbekommen…
      Auf der „Refernez-„Hardware von Google muss man dafür erst in den Debug-Modus des Browser und den UA-String umstellen und hoffen dass er sich das ne Weile merken kann

  3. der_vogel sagt:

    Stimmt, der kann nur einen Account anzeigen ansonsten muss man komplett wechseln. Was es auch noch gibt ist Plume. Gibts mit Werbung kostenlos und ohne Werbung gg. Geld. Kannst ihn ja mal anschauen.

    1. hazamel sagt:

      Plume und das Xoom scheinen sich nicht so zu mögen wenn ich den Kommentaren glauben darf. Ich werde wohl einfach bei tweetdeck bleiben und ein bisschen mehr scrollen

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