Da haben wir’s noch gut erwischt

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Sind wir doch mal alle, die wir Fans der Baskets sind, ganz tief in uns drin ehrlich:

Was haben wir letzte Saison gedacht, wie viel Scheiße und Missmanagement einem als Verein passieren kann. Wie schlimm zwei Punkte Strafe doch sind.

Wer dieser Tage nach Trier schaut, der wird schnell feststellen: Die Baskets sind da mit nem blauen Auge rausgekommen. Das war ja geradezu mustergültiges Verhalten. Es ist zwar ein Haufen Geld irgendwo verschwunden, aber es wurde nach Bekanntwerden immer mit offenen Karten gespielt.

Das war in Trier scheinbar nicht so. Und so haben die Trierer mal eben 8 Punkte Strafe kassiert, was sie damit eigentlich schon als ersten Absteiger der Saison setzt. Und das ausgerechnet in der Jubiläumssaison. 25 Jahre erste Liga hatte man erst im November gefeiert und jetzt ist die Bombe geplatzt.

Für den einen oder anderen nicht ganz unverhofft.

Dass der Vorstand scheinbar anderes im Kopf hatte als sich um die eigenen Zahlen zu kümmern: Schlimm genug.

Dass seit Anfang des Jahres scheinbar keine Gehälter mehr gezahlt wurden, eine Katastrophe. Natürlich ist das im Profisport ne andere Sache als in der Wirtschaft. Und bei den kleinen Vereinen wahrscheinlich in vielen Fällen auch eine Sache von Herzblut und Leidenschaft, aber wenn mir jemand drei Monate mein Gehalt nicht zahlen würde, dann würde ich mir auch was anderes suchen. Wenn man das spielende Personal so anschaut, dann scheint das ja aber noch da zu sein.

Alles in allem mag man sich als Trierer Fan jetzt vielleicht ungerecht behandelt vorkommen, aber so wie es sich liest, ist das nix gewesen, was einem „halt so“ passiert, sondern man hat sich scheinbar schon vor Saisonbeginn die Zahlen zurechtgelogen. Und auch wenn man seiner Mitteilungspflicht nachgekommen ist, dann scheinbar den entscheidenen Termin sausen zu lassen, an dem man das Konzept vorlegen muss, wie es denn nun weitergeht, ist schon mehr als ein Eigentor.

Mit so einer Vorlage wird es Trier wohl schwer haben, das Vertrauen von Investoren zu bekommen und sich am Ende, zumindest finanziell, an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. „Sportlich“ dürfte die Saison eh gelaufen sein.

Vielleicht kann Ricky Harris ja ein bisschen Erfahrungen aus erster Hand weitergeben. Der hat das ja letzte Saison erst mitgemacht.

Für alle Fans der TBB: Zweite Liga ist kein Beinbruch. Teilweise ein Rücksturz in die Steinzeit, aber kein Beinbruch.