Amselupdate

Ein Amselnest auf dem Balkon zu haben, ist schon ein bisschen Cuteness-Overkill. Ja, wir haben immer noch sehr regen Flugverkehr, aber die Amseln sind zum einen sehr leise und sehr sauber. Wäre das Nest nicht da, man müsste schon sehr genau hinhören um vor lauter sonstigem Gezwitscher die Küken rauszuhören. Hört man sie, ist es aber umso süßer. Deswegen folgt jetzt das ultimative Update „Leben mit Amselküken – Woche 1“

Montag

Ich habe mein leichtes Traveller-Stativ zusammen mit dem Tabeltop-Clip optimiert um mit der GoPro oder dem Handy per Fernauslöser einen Blick ins Nest werfen zu können. Handy hat erstmal nicht so gut geklappt weil unsere fünf noch ziemlich weit unten im Nest lagen

Frisch geschlüpft und tief unten im Nest

Da passte die komplette Bande noch auf einmal auf ein Foto mit der GoPro. Sehr leise Pieplaute waren wirklich sehr süß.

Dienstag

Das erste Mal hatten wir das Gefühl, dass jemand über Nacht die Küken ausgetauscht hat. Ja, es ist das gleiche Nest, die gleichen fünf Hungerleider, die über Nacht ganz schön zugelegt haben. Außerdem haben unsere Aliens auch lustige Frisuren bekommen.

Zweieinhalb Tage alte Küken

Mama und Papa füttern fleißig weiter. Madamsel fängt auch an ein bisschen im Nest zu randalieren. Scheinbar ist das aber das durchwühlen nach unten zum Windeln wechseln.

Mittwoch

Bei den Aliens wird es langsam kuschelig. Draußen ist es eh schon warm genug, scheint die Küken aber nicht zu stören. Wenn’s kein Futter gibt, wird eben gekuschelt.

Es wird langsam kuschelig

Donnerstag

Feiertag bei den Zweibeinern, und bei den Amsels hat über Nacht schon wieder jemand die Küken ausgetauscht. Tags zuvor noch rosa Flauschis, kommen jetzt auf einen Schlag die ersten Flügel durch.

Und wie man sieht: Die ganze Bande auf einmal ablichten ist schon etwas kompliziert. Man sieht auch wer das fünfte Ei ist. Die ersten paar Schnabelspitzen kommen auch schon über den Nestrand.

Freitag

Was soll ich sagen, das folgende Bild ist mittlerweile der normale Anblick geworden. Das Nest ist voll. Man bekommt auf dem alten Weg immer nur Teile zu sehen. Zum morgendlichen Durchzählen braucht es mittlerweile mehr als ein Bild. Und ja, es sind immer noch alle fünf da.

Samstag

Ich sage ja, passt nicht mehr alles drauf. Und die Augen sind offen. Ab jetzt kann also Vorwurfsvoll geschaut werden, was Phase ist. Und das tun sie oft!

Hunger hat der Haufen auch immer noch. Mittlerweile sind die Hälse so lang, dass es fast bis an die Decke reicht. So Bilder machen klappt also nicht mehr. Die Taktik muss geändert werden.

Herr Amsel ist auch mutiger geworden. Gefühlt wurden wir jetzt der Amselfamilie zugeschlagen und er möchte doch bitte gelobt werden, wenn er einen besonders dicken Wurm gefangen hat. Ich warte auf den Moment, an dem wir einen Wurm bekommen.

Sonntag

Auch von gestern gibt es wieder eindeutig zu viele süße Amselbaby-Fotos.

Auch wenn man auf dem Bild nur vier Schnäbel sieht: Es sind immer noch fünf. Und Bilder werden unter Aufsicht von Herrn Amsel gemacht. Ohne Gemecker.

Während er mehr so der Schleicher ist wenn es um den Anflug geht, landet Madamsel immer mit viel Schwung auf der Kante des Holzbretts. Ein Hoch auf die Klemmen. Der Vorteil: Wenn man beim Filmen gegen die Kante stößt, dann sieht man wie die Kleinen direkt nach dem Futter schauen.

Hungrige Amselbabys sind hungrig

Montag

Montagmorgen um 20 nach 6 ist noch nicht viel zu wollen. Weder von mir noch von den Amesels. Nachmittags sah die Sache dann schon besser aus.

Mittlerweile sehen die fünf auch mehr aus wie Vögel und nicht wie schräge Reptilien. Ich bin gespannt wie sich das die nächsten Tage entwickelt.

Und auch nach einer Woche kann sieht man genau gar nichts rund ums Nest. Selbst das Moos, dass über die Woche nach und nach entfernt wurde, wurde erstmal nur beiseite gelegt und dann abtransportiert. Nix mit einfach runterwerfen. Es ist auf jeden Fall unglaubllich süß, was da bei uns auf dem Balkon wohnt. Und ich glaube, ich bin schon ein bisschen traurig, wenn die Meute dann ausgezogen ist. Man kann nur hoffen, dass sie den Krähen und Katzen aus der Nachbarschaft aus dem Weg gehen. Und keiner von den fünf so ungeschickt ist und seine ersten Flugversuche bei uns aus dem dritten Stock macht. Lieber in die Kartoffeln, Erdbeeren und Bienenweide fallen und sich noch ein bisschen füttern lassen.

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