Von Luck und Skill

Ich spiele Hearthstone schon eine ganze Weile.

Eigentlich schon seit der Beta-Phase und danach immer mal wieder, wenn es mich doch gerissen hat mal wieder ein paar Stunden ins Spiel zu investieren. Und um ganz ehrlich zu sein, frustriert mich jede Rückkehr immer ein bisschen mehr.

Für alle die es nicht kennen: Hearthstone ist Blizzards digitaler Abklatsche von Magic – The Gathering im WoW-Universum. Man tritt mit einem Deck aus 30 Karten gegen andere Spieler aus aller Welt an und spielt Karten. Das Deck kann man sich selbst zusammenstellen und bekommt es dann zufällig vorgesetzt. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Gefühlt ist vor allem letzteres viel öfter der Fall als das erste. Von Runde zu Runde bekommt man nämlich einen Mana-Punkt mehr den man ausgeben kann und wenn man mit einer Starthand mit Monstern anfängt, die sieben, acht oder neun Punkte brauchen, dann ist man ziemlich gekniffen. Genauso gekniffen ist man, wenn diese Monster dann am Ende nicht kommen sondern man nutzlosen Plunder zieht. Alles in allem also ein ziemliches Glückspiel.

Das zweite große G das in Hearthstone eine Rolle spielt, ist Geld. Echtes Geld. Boosterpackungen oder Solo-Spiele mit Boosterkarten kann man sich nämlich entweder durch langwierieges Farmen erspielen (Drei Siege sind 10 Gold, 100 Gold eine Packung mit 5 Karten, 700 Gold ein Abschnitt eines Solospiels) oder man gibt Geld dafür aus. Der Echtpreis dafür bewegt sich bei 1 € pro Pack wenn man gleich 50 auf einmal kauft und ca. 1,50 wenn man nur zwei kauft. Die kompletten Soloabenteuer kosten 20 € bis 25 €. Also eins. Nicht alle. Und ab da wird es aus meiner Sicht für den Casual Gamer bei dem Spiel ziemlich uninteressant. Man merkt in den Spielen sehr schnell, dass man immer wieder auf Gegner trifft, die einfach zu viel Geld haben. Sei es an Hand der Kartenrücken oder an Hand der Karten die einem da um die Ohren gehauen werden. Vernünftige Alternativen um in sinnvoller Zeit dann auch auf einen brauchbaren Stand zu kommen, gibt es aus meiner Sicht nicht. Also außer ich investiere ein Haufen Zeit.

Im Grunde verkörpert Hearthstone damit alles was aktuell in der Gaming-Welt falsch läuft: DLCs zu Preisen, dass man die Ohren anlegt gepaart mit klassischem Pay-to-win. Oder ich werde einfach alt mit meiner Einstellung einmal einen vernünftigen Preis zu bezahlen um dann aber auch ein vollständiges Spiel zu haben.

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