Tabletalltagstest

Das Motorola Xoom und ich, wir teilen jetzt schon ein paar Wochen Tisch und manchmal auch Bett. Vor allem ist es aber vom Spielzeug zum produktiven Werkzeug geworden:

Terminkalender, daueraktuelle Tageszeitung, Fahrplan und Navigationshilfe in einem.

Vor allem die Terminverwaltung über Google Calendar hat sich als ein echtes Schätzchen auf dem Tablet entpuppt. Während manch andere Google-Anwendung noch sehr lieblos daherkommt (Docs und dass der Browser sich immer als mobil ausgibt) sind Reader und Calendar echt gut geworden. In dieser Größe ist es auch endlich möglich vernünftig damit zu arbeiten. Am meisten überzeugt aber das Gesamtkonzept: Ich kann von überall problemlos darauf zugreifen: Sei es nun aus dem Thunderbird am Rechner, nur über die Weboberfläche, per Mobiltelefon oder eben per Tablet. Ich kann mir sicher sein, dass der eingetragene Termin innerhalb von Minuten auf allen Geräten synchronisiert ist. Wenn’s jetzt auch noch aus dem dienstlichen Lotus Notes klappen würde, dann wäre das ein Traum. Leider lässt das aber die Firmen-Policy nicht zu.

Kurz: Es ist das was ich vorher immer gesagt habe. Ich würde es mir als interaktiven, mitlaufenden Kalender an die Wand hängen.

Immer noch unzufrieden bin ich mit der Twitter-Client-Situation.

Tweetdeck ist einfach zu sehr auf die kleinen Displays geeicht und macht auf dem großen wenig Spaß. Ich muss einen Tweet nicht in einer Zeile lesen und ich will das Tablet nicht um 90 Grad drehen müssen, wenn ich einen Kontakt auswählen will, weil die Kontaktauswahl den Landscape-Modus nicht unterstützt. Das von Freunde empfohlene Tweetcomb war nett… ist aber geflogen weil es für schizophrene Twitterer wie mich nicht gemacht ist. Da geht eben immer nur ein Account und das ist blöd. Allein schon weil ich im einen Account ganz anderen folge als mit dem anderen.

So bin ich dann über die Empfehlung im Market gestolpert das, für Tablets optimierte, TweetCaster zu nutzen. Es erweckt den Eindruck, als hätte man hier schon den Wunsch von Google umgesetzt, unter Android 4.x wieder eine Anwendung für Mobiltelefone und Tablets zu implementieren, die nach Einsatzumgebung unterschiedlich reagiert.

Ich bin noch nicht 100% glücklich mit Tweetcaster, aber es ist schon sehr gut geworden. Würde Google im Market neben Kreditkarte auch noch PayPal oder was anderes akzeptieren, würde ich sogar die 3,50 € für die werbefreie Version ausgeben. So halt nicht 😉

Ja, das Tablet ist bei mir angekommen. Das Netbook nutze ich kaum bis gar nicht mehr. Laptop auch nur in Ausnahmefällen. Das Smartphone verliert gegen das Tablet wegen des schwächeren Prozessors und vorallem wegen des Komforts den das größere Display bietet. Allein das tippen geht damit eben wesentlich flüssiger von den Fingern.

Einzig der Desktop-PC hat als Bildbearbeitungs- und Spielemaschine noch seine angestammte Daseinsberechtigung!

Ich bin gespannt wie sich das noch weiter entwickelt… und ich will endlich Android 4! 😉