Wochen

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Sie sehen: Ein Wochenende ohne Ende! Nicht weil es so lang war, sondern weil es so voll war und ich mich jetzt relativ leer fühle und noch kein folgendes Wochenende in Sicht ist.

Freitag:

Da ich Donnerstags keine Lust mehr hatte zu packen um mich auf das Wochenende mit meinem Schatz vorzubereiten, durfte ich das gleich am Freitagmorgen noch machen. Außerdem kommt es nicht so gut, wenn man Donnerstagabend keine Lust mehr hat zu spülen aber Teile davon eben Freitagmorgen für den Transport der (Über)lebenswichtigen Büroverpflegung benötigt. Ein Fehler…

Glücklicherweise stand das Auto dieses Mal nicht soooo weit weg und so war die Jonglage von Fototasche, Koffer, Schuhen, Rucksack und Futtertüte nicht so komplex wie ich befürchtet hatte.

Arbeit…

[Überbrückungsmusik]

…Arbeit Ende! Diesmal schon kurz nach 12 da ich ja um halb 4 schon wieder in der Heimat sein sollte um außer meinem Stuhl noch drei andere Stühle bei der Abiverabschiedung meiner „kleinen“ Schwester warm zu halten.

Auf Grund der unberechenbaren Verkehrsverhältnisse in Würzburg, über die ich ja schon das eine oder andere Wort verloren habe, war ich natürlich um kurz nach 1 in Lohr. Zu früh bzw. früh genug, um nochmal die Füße hoch- und die Augenlider runterlegen zu können um dann kurz vor 3 noch schnell meinen verliehenen Karton DVDs zurückzuholen. War ja noch nicht voll genug im Auto.

Zwischenzeitlich habe ich dann auch erfahren, dass die Verabschiedung zwar um 16 Uhr anfangen sollte, aber das Essen wohl erst für 20.30 Uhr geplant sei… Pläne anpassen und meinem Schatz Bescheid sagen. Die war gar nicht so traurig drüber, konnte sie so doch noch auf ihre Volleyball-Party.

Nun gut. Die Geschichte war dann doch nicht so lang und gegen halb 7 wurde schon das Essen gereicht (Übrigens eine sehr schöne Verabschiedung). Nachdem ich mich dort bis halb 8 mit Schnitzel, Mini-Frikkas, Nudelsalat und Kuchen gemästet hatte, durfte ich noch ne Runde mit dem Hund drehen, dessen Pinkelpfütze übersehen, mich umziehen und dann gen Osten entschweben…

…nicht ohne nach 5km schon wieder stehen zu bleiben um hoffentlich tolle Fotos vom aufsteigenden Nebel in der Abendsonne zu machen.

[Überbrückungsmusik]

Angekommen in Chemnitz, bin ich gar nicht mal sooo abgeneigt davon um die Uhrzeit zu fahren, weils wenigstens frei ist.

Freudige Begrüßung der Liebsten, müde, Bett!

Samstag:

Bett, bett, bett… Spätstück, Worms, Mittagessen… 16 Uhr Abflug nach Dresden gen Hosen-Konzert. Auch hier habe ich wieder festgestellt, dass drei Buchstaben auf dem Kennzeichen immer ein Warnsignal dafür sind, dass der Fahrer unberechenbar ist und ggf. in seiner sonstigen Zeit einen Traktor fähr. So auch in Dresden. Ampel grün, alle Mann rüber. Ein Wohnwagenhindernis bleibt stehen. Schlange stoppt. Wir stehen auf den Strabagleisen. Ampel des Querverkehrs wird grün, unsere Schlange bewegt sich wieder und der Bauer vor mir lässt freundlich den Querverkehr durch statt die Kreuzung zu räumen damit wir (noch 2 Autos hinter mir) die Gleise räumen können. Königreich für eine Dachlatte.

Parkplatz am Ostragehege gefunden, zum Elbufer gelaufen, Platz am Wellenbrecher gesichert und bis ca. 19.45 auf die schwedische Vorband „The Durango Riot gewartet“. Unter anderem auch mit Regen… Dass sie Earplugs am Eingang verteilt haben, war ein guuuuter Hinweis… Meine hatte ich nämlich zu Hause vergessen!

Durango Riot hat weder mich noch meine bessere Hälfte so wirklich aus den Latschen gehauen. Aber war ja auch nur die Vorband. Es würde mir nur als Vorband stinken wenn beim Playback während der Umbaupause mehr Stimmung aufkommt als bei der Vorband 😉

Gegen dreiviertel 9 kamen dann die Hosen auf die Bühne und haben das Haus gerockt, wobei die hinter uns glaub ich vorher schon ganz was anderes gerockt hatten… Zumindest hab ichs entlang des Grabens nirgendwo mehr so scheppern sehen. Da haben sie nur die Leute von vorne rausgehoben und nicht von hinten über den Wellenbrecher gedrückt 😉

Das könnte vielleicht auch der Grund sein, warum ich das Konzert nur als gut und solide empfunden habe und mir mein Rücken, Nieren und Kniekehlen mehr weg getan haben als der Hals am anderen Tag. Das war in Berlin auf jeden Fall anders 😉 Warum die Kniekehlen? Weil mir der Bierschüttende Held hinter mir ständig seine Zwergwüchsige Freundin in die Kniekehlen gedrückt hat… Selten dämlicher Einfall mit einem vollen Bierbecher am Pogokreisel vorbei zu wollen. Was mich daran erinnert, dass ich meine Jacke heute noch in die Waschmaschine stopfen wollte.

Kurz vor Schluss versagten meiner Begleitung dann aber die Beine und der Kiefer meldete sich zu Wort, weshalb wir leider den Crowd-surfende Campino nur noch vom Rande mitbekamen und „You’ll never walk alone“ gegenüber der Semperoper auf dem Weg zum Auto. Macht nix… Gesundheit geht vor.

Heimweg: Unspektakulär, aber nass und so manchem geht wohl die Bedeutung des Wortes Beschleunigung im Wort Beschleunigungsstreifen ab.

[Überbrückungsmusik]

Sonntag:

Bett, bett, bett… Spätstück… ku…rz mal wieder in Bett gelegt um dann vom Aktionismus meiner Freundin in den Wahnsinn getrieben zu werden.

Fahrradtour mit der Mama ins Schulbiologiezentrum um dort gemeine Vögel und schnarchende Waschbären anzuschauen. Leider gabs kein Wurst-Waffel-Getränke-Eis (Weil’s gut schmeckt!) sondern nur eine Waffel zur Belohnung.
Danach wieder ab nach Hause, Honigmelone mit Schinken gegessen, Worms gesiegt und ab auf den Weg gen Heimat. Vor Hof noch einen Parkplatz auf der Autobahn finden würde, war mir auf der Hinfahrt schon fast klar. Interessant nur wie energisch doch so mancher seine 2m verteidigt, wenn einem anderen in den Sinn kommt jetzt die Fahrspur wechseln zu wollen. Teilweise dachte ich wirklich dass er den guten rammen will, der da einscheren möchte. Da wird sogar nochmal Gas gegeben, damit derjenige ja nicht reinkommt.

Auch hier wieder die Frage, was so mancher an dem System mit der Beschleunigungsspur nicht verstanden hat: Statt bis zum Ende der Spur zu fahren, schießt man gleich am Anfang quer, wie üblich lässt einen kein Arsch rein, und somit haben wir einen ganz tollen Rückstau. Großes Tennis!

Rest der Fahrt aufregend unaufregend und wegen des Staus war ich dann auch pünktlich zum Abendessen in Münchberg… Na, wenn das kein Zeichen war. McD-Parkplatz hoffnungslos überfüllt, Burger King… Gähnende Leere. Ich verstehe nicht wie man den Labberfraß vom goldenen M vorziehen kann wenn man direkt gegenüber einen BK hat. Und so lange es beim goldenen M keinen Double-Cheese mit Bacon gibt werde ich den BK immer vorziehen.

Tja… das war es also… Das Wochen. Ich fühle mich mittelmäßig geplättet! Aber das nächste Wochenende kommt ja bestimmt… Und da werd ich dann meine Entspannung nachholen 😉

5 Kommentare

  1. Meyeah sagt:

    Ich kann ja nichts dafür, wenn mich so kurz vorm Kuscheln mal wieder das schlechte Gewissen anfällt meine Ma mit ihrer Unternehmungslust sonst im Regen stehen zu lassen.
    Dann doch lieber dich! -fg-
    Aber ich danke dir trotzdem, dass du mich auf dem Konzert so lieb und tapfer vor den leicht Gestörten hinter uns beschützt und so viel Verständnis gezeigt hast.

  2. Verena sagt:

    Ein sehr schöner Post. Besonders an diesem tristen Tag. Ich freue mich, dass ihr soviel Spaß hattet und so weiter. Achja und ich bin gespannt auf die Nebel-Fotos.

  3. hazamel sagt:

    @Schatzepuh: Jaja, versteh ich schon 😉

    @Verena: Ich wusste dass dir die Überbrückungsmusik gefallen würde

  4. haha, die Überbrückungsmusik ist allerdings klasse!

    ansonsten halt eni normal-entspanntes Wochenende, oder?
    bissn autofahren, feiern, ausschlafen, hört sich ok an.

    *renn*

  5. Verena sagt:

    Öhm, also … äh ja … ich meinte eher den Post … inhaltlich … die Überbrückungsmusik … nunja … öhm … äh … ^^

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