"Web 0.0"

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So titelt Bernd Graff in der Süddeutschen, zieht massiv über das Internet im Allgemeinen und die Blogger im Besonderenden her und löst fast schon Kriegsähnliche Zustände aus.
Und wie bei jedem Krieg, gibt es mehrer Auslöser:

Zum einen die Urteile gegen heise.de und den Blogger Stefan Niggemeier, selber Autor für die FAZ, die dazu führten, dass die SZ Angst um ihre Kommentarfunktion bekam und Öffnungszeiten einführte: Werktags von 8 bis 19 Uhr. Feiertags und Wochenends is der Laden zu. Beschneidung der Meinungsfreiheit und Boykott schrie es da laut aus der Kommentierer-Fankurve. Man würde die Leser der Möglichkeit berauben, zu kommentieren. Wobei sich bei mir dann die Frage aufdrängte, warum sich die, die ihren Boykott kund tun, aufregen. Schließlich schaffen sie es ja auch, während der Öffnungszeiten ihren Boykottaufruf dutzende Male unter jeden Artikel zu klatschen.
Zum anderen aber eben auch dieser Artikel aus dem für viele die Angst der traditonellen Journalisten spricht, plötzlich mit einer öffentlichen Meinung konfrontiert zu werden. Oder wie Telepolis es so schön auf den Punkt bringt: „Der Süddeutschen wird das Internet zu viel„!
Scheinbar hat die SZ einfach nicht damit gerechnet, was auf sie zukommt. Menschen die eine eigene Meinung haben… Schrecklich sowas 🙂