Hazamelistan

Dies und Das seit 2001

Von Superhelden und Superschurken

Wenn ich so drüber nachdenke, wäre es schon manchmal cool Bruce Wayne zu sein. Nicht Batman, sondern nur Bruce Wayne. Erfolgreich, gutaussehend und Geld bis zum Abwinken. Den Charme eines reichen Lebemanns zu haben, dessen größtes Problem es ist, das passende Auto zur Krawatte zu finden.

Und dann gibt es auch wieder Momente in denen es sicher reizvoll wäre, die psychopathische Persönlichkeit eines Jokers zu haben. Grundlos durchgeknallt, verrückt und mit jeder Menge Spaß an Chaos und Zerstörung.

Und dann frag ich mich, warum die Comic-Industrie die Kombination aus beidem (noch) nicht ausgeschlachtet hat (oder er ist mir einfach entgangen):

Der wohlhabende, gutaussehende Playboy, der alles hat was man sich nur wünschen kann, der sein Leben aber so langweilig findet, dass er Spaß daran gefunden hat perfide für Chaos und Verderben zu sorgen.

Sollte das etwas zu unmoralisch sein für eine Comic-Welt in der Gut und Böse stets klar getrennt sein muss? Bisher fallen mir, bis auf den Joker, immer nur Bösewichte ein, die auf Rache sinnen, verrückt sind oder sonst einen „triftigen“ Grund haben, böse zu sein. Jemand der einfach Spaß daran hat und nicht aussieht als hätte er sich beim rasieren geschnitten, ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Sollte es sowas doch geben, wäre ich für Hinweise dankbar. Die Figur würde mich echt mal interessieren.

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Thema von Anders Norén