Und dann ist es doch alles irgendwie egal

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Als ich gestern Abend durch Zufall durch heute-Journal gezappt habe, dachte ich ja erst ich hätte mich einfach nur verhört, doch ein zurückzappen brachte dann doch die Gewissheit, die alles andere in Fußball-Deutschland zu einer Lapalie werden lässt:

Robert Enke ist tot

Man merkte sichtlich wie es den Moderatoren schwer fiel diese Nachricht zu übermitteln. Beide schienen ihn persönlich zu kennen und als Ausnahmeperson im Haifischbecken Profifußball sehr zu schätzen.

Und spätestens seit gestern Abend ist es egal wie es im Moment bei den Bayern läuft und wie das neue Trikot aussieht und was es kann.

Das Fußball-Deutschland einen ganz großen verloren hat, zeigt sich auch daran, dass selbst der große FC Barcelona, bei dem Enke von 2002 bis 2004 als Ersatzkeeper unter Vertrag stand, für einen Moment vor dem Pokalspiel in Spanien innehielt.

Auch meiner Meinung nach war Enke ein ganz Großer, der vor allem durch gute Leistungen auffiel und leider auch durch Rückschläge und nicht wie manch anderer durch seine Frisur oder einfach nur durch eine große Klappe.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, wie der DFB wegen des Testspiels am Samstag entscheidet. Aus meiner Sicht wäre es nur richtig und rücksichtsvoll das Spiel abzusetzen. Wer von den Spielern und den Fans hat jetzt schon noch Spaß an einem Spiel gegen Chile.

3 Kommentare

  1. Meyeah sagt:

    Als ich’s heute Morgen in den Nachrichten gesehen hab, konnte ich’s gar nicht wirklich glauben. Erstens, weil ich von den Schicksalsschlägen seines bisherigen Lebens nichts wusste, und zweitens, weil er für mich der favorisierte Nationaltorwart war und ich mich schon auf die WM 2010 mit ihm gefreut hab.
    Deutschland hat einen klasse Menschen und Sportler verloren. 🙁

  2. Verena sagt:

    Eine tragische Geschichte, keine Frage. Dennoch empfinde ich den Medienrummel, einmal mehr, hart an der Grenze zur menschlichen Würde. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Robert Enke sich immer vor der Presse zurückgezogen hat. Wer den Trauergottesdienst der ARD gesehen hat, weiß, dass selbst die angestaubten Öffentlichen keine Skrupel haben, der trauernden Witwe die Kamera direkt ins Gesicht zu halten und danach zu einer Kommentatorin überzugehen, welche die bisherigen Erklärungen „für die Fans“ für unbefriedigend hält. Ja genau. Machen wir jetzt auch noch das Fass mit Spekulationen und Ausschlachtung einer zweifellos sehr intimen Angelegenheit auf. Auch bei den so genannten Personen öffentlichen Interesses sollte es Grenzen geben. Ich sehe es wie ihr. Die Welt hat einen sehr guten Torwart verloren. Doch ich denke, das muss im Moment egal sein. Es muss EINMAL um den Menschen gehen – und das sollte den Menschen vorbehalten bleiben, die ihn auch als Menschen kannten – und nicht um den Prominenten. Natürlich darf auch der Rest trauern aber die Trauer sollte Grenzen kennen.

  3. dafür dass ich den Typen bis heute morgen nicht kannte nervt der gerade enorm.
    und den potentiellen Selbstmördern möchte ich doch raten: springt von einer hohen Brücke, vergiftet euch, lasst euch gegen Schweinegrippe impfen, springt von einer Staumauer, irgendwas.
    aber hüpft doch nicht vor Züge oder Autos, die Fahrer davon bekommen nämlich durch eure Blödheit auch Depressionen, und wozu das führen kann …

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