Theorie und Praktis

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Mit einem sanften Lächeln habe ich bis jetzt immer andächtig den Auführungen vom Känguruh und Schatzes Schwägerin gelauscht, wenn sie sich über die Qäulität ihrer aktuellen Praktikanten ausgelassen haben. Unfähig, unmotiviert und unmöglich sind meistens noch die schmeichelhaftesten Attribute, die man den Damen und Herren zuschreiben konnte.

Gut, dass wir hier nicht in der kreativen Branche sind, und von Möchtegern-Picassos und Paint-Koriphähen verschont geblieben sind. Eher das Gegenteil… Meistens musste man die Praktis hier noch bremsen. Kurz: Die Welt war in Ordnung, auch wenn teilweise seltsame Stilblüten dabei raus kamen.

Aber es braute sich Unheil zusammen…. Grosses Unheil! Der neue Neuzugang auf Zeit wurde vor geraumer Zeit kurz vorgestellt und ward danach nicht mehr gesehen. Der Buschfunk brachte es mit der Zeit mit sich, dass er wohl nicht der kommunikativste sei und da wir selber alle über beide Ohren in der Arbeit steckten, hat es auch erstmal keinen gekümmert.

Seltsam wurde es dann als der Prakti letzte Woche zu uns verbannt wurde und das, was ich im Vorbeigehen sah, was er trieb nicht so ganz zu dem passte, was ich dachte dass er treiben würde. Gut, ich bekomm ja nicht alles mit, was am anderen Ende des Gebäudes entschieden wird.

Hätte ich auch gar nicht… denn heute folgte was kommen musste: Der Anruf meines Chefs… Der Praktikant hätte sich beschwert, dass er unterfordert wäre.

Moment…

Ich sollte doch in meiner Aufgabe als j2ee-Entwickler mal einen prüfenden Blick auf das werfen, was da in den letzten Wochen entstanden wäre.

Naja, der Besuch ist recht kurz ausgefallen und auch ein Nicht-j2ee-Entwickler hätte erkennen können, wie der Wasserstand ist: Nicht sehr hoch… Um genau zu sein: Trocken wie die Atacamawüste.

Das anschließende Gespräch fiel dann in die Kategorie: Hab ich so noch nicht erlebt… Aber, wenn er sich denn dran hält, dann könnte man ihn ja vielleicht noch auf die richtige Spur bringen