Tagebuch eines Entwicklers: Teil 1

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Heute:

Die Admins sind gegen mich!

Heute ist wieder einer der Tage, an denen ich mich frage, ob Nicht- bzw. Desinformation auch schon unter Sabotage fallen.

Ich hadere immer noch mit meinem Adressbuch und mein Chef wollte sich partout nicht mit der Antwort „Geht nicht, weil is nicht, weil braucht kein Mensch“ zufrieden geben. „Braucht keiner“ wäre ja im konkreten Fall auch nicht mehr richtig. Ich brauch es ja…
Auf Rückfrage warum wurde dann darauf hingewiesen, dass man das ganze doch über den zuständigen Abteilungsleiter beantragen soll.
Im Entwickler keimt da langsam das Gefühl, dass man stört und lästig ist. Ja, liebe Admin-Ecke… ich weiß, der Benutzer ist euer Feind, er macht das System unsicher und manchmal auch kaputt. Die Spezies „Benutzer.Entwickler“ sind da ja noch mehr gehasst, weil sie dem normalen Benutzer Dinge an die Hand geben, mit denen er noch mehr Schaden anrichten kann. Ganz davon zu schweigen, dass Entwickler immer das seltsamste Zeug haben und wissen wollen…
Das ändert aber nichts dran, dass wir trotzdem da sind! Und es im Zuge der freundlichen Zusammenarbeit toll wäre, wenn man wenigstens mal nachfragen würde, was wir eigentlich manchmal vorhaben. Vielleicht könnt ihr uns da ja sogar einen alternativen Lösungsweg aufzeigen von dem wir bis jetzt keinerlei Ahnung hatten… Am Ende finden wir den vielleicht sogar noch besser…
Aber nein, Geht-Nicht-Weil-Is-Nicht-Admin hat nicht nachgefragt. Und wie der Projektname schon anmuten lässt, handelt es sich um ein vollständig unwichtiges Programm!

Kurz bevor ich mich also dazu durchringe, doch den schier aussichtslosen Antrag loszutreten, komme ich auf die Idee doch mal auf einem anderen Server nachzusehen ob es da nicht auch Adressbücher gibt… Und sieh an…. Es gibt sie… Um auf den Gedanken zu kommen, sollte man aber schon intime Kenntnisse der Bestimmung der Server haben und eventuell auch schonmal auf diesen Servern entwickelt haben.
Ein Hinweis zur rechten Zeit hätte da Wunder gewirkt und jede Menge Zeit gespart… Aber bleiben wir einfach bei den Vorurteilen: „Je höher man kommt desto dünner wird die Luft“ und „Arbeiten die da unten eigentlich was?“