Schwedisch mal anders!

on

Lesezeit ~ 3 Minuten

Zufälligerweise hat sich gestern ergeben, dass ich heute mit meinem Papa und dem Anhänger, direkt zum großen Blau-gelben Möbelhaus gefahren bin. Halb 4 war ich von der Arbeit daheim, schnell noch nen Mund voll Suppe gegen das Magengrummeln und dann ab nach Hessisch Uganda, von uns aus der „nächste“ IKEA. Kurz vor 5 sind wir da dann auf dem Parkplatz eingeschwebt.

Taktisch war das ganze bis ins Detail durchgeplant: Was ich wollte hatte ich mir schon im Netz rausgesucht, also nur noch rein, suchen, Regal notieren, einsacken und wieder raus. Einmal, wenigstens einmal, nicht in DIE IKEA-Falle tappen… Der Vorsatz hat genau bis zu den Wohnzimmertischen gereicht

Brauchst du noch nen Wohnzimmertisch? Und das wäre natürlich auch ne Lösung für deinen Fernseher.

Juhu… zwei Gegenstände mehr, die ich nicht geplant hatte zu kaufen und jetzt doch auf der Liste habe. Heute also Groß- statt Kleinkram.

Trotzdem sind wir zwei Männer da dann doch eigentlich ohne großes Federlesen durch den Laden durch. Leider gab es meinen gewünschten Badezimmerschrank nicht mehr in der Ausführung wie ich ihn wollte, aber dafür war er günstiger. Ich muss das Geld aber an anderer Stelle wieder reingeholt haben. Wahrscheinlich bei den Regalböden, die nicht mal im Ordner der Verkäuferin verzeichnet waren.

Also, nachdem wir alles eingesackt hatten (Wie allein für mich zwei Wagen?!), grummelte kurz vor der Kasse mein Magen. Meine erste Vermutung war, dass es ja wohl nicht sein könne, denn so lange wären wir ja noch nicht unterwegs… Mein Uhr belehrte mich eines bessern. Mittlerweile waren 2 Stunden vergangen. Die angestrebte Stunde als um 100% überschritten. Glück für meinen Magen: Kasse heißt bei IKEA auch was anderes! Nur noch 10m bis ins Hotdog und Getränkeparadies!

Also alles eingepackt und noch auf dem Weg zur Ausfahrt am Abhollager vorbei. Die Tür des Badezimmerschranks holen. Ich muss sagen, die Anzahl der Analphabeten in Frankfurt muss schon ziemlich groß sein. Oder stand das F auf dem Kennzeichen eher für Follpfosten. Denn genau so einer hatte sich vor dem Abhollager eingefunden. Traditionell genau der Ort, wo feststeht, dass man mehr gekauft hat als ins Auto geht.

8 normale Parkplätze für PKW und 4 Parkplätze mit dem Richtzeichen 314 der StVO, untermauert von Zusatzzeichen 1048-11. 7 der 8 Parkplätze frei…. und auf zwei der vier Parkplätze 314 mit 1048-11 standen ein SUV und ein Kompaktwagen von der Größe eines Reiskochers. Bekanntlich ist der Wendekreis eines Kombis mit einem Anhänger (Wir sprechen von einem Anhänger und nicht von einem ungebremsten Anhängsel) etwas größer als der eines normalen PKWs.

Dem Fahrer des Reiskochers war das irgendwie nicht so bewusst… er war mit seiner Freundin fröhlich den Reiskocher am Beladen und deutete uns, dass wir doch rückwärts, mit einem dem Anhänger, leicht zu übersehen(!), in die normal Parklücke fahren sollten.

Aber nüch mit meinem Papa… Selbst ich hab gesehen, dass wir locker an dem Karton noch vorbeipassen und in die Parklücke rein… Mit Anhänger. Da kam der Reiskocherfahrer das erste Mal in Wallung und sprang fast vors Auto… Wir sollten doch warten bis sie fertig eingeladen hätten.. So direkt vor der Warenausgabe, mit dem Anhänger, in der Kurve… oder doch Rückwärts in die Lücke fahren…  Dem geneigten Leser sollte spätestens jetzt klar sein, dass der gute Mann dringend mal zum Optiker sollte. Unbeeindruckt, wie Landeier nunmal sind (Ich erinnere mich nur an die Einstufung eines Kollegen woran man Städter und Landeier beim fahren unterscheiden kann hier in der Gegend. Stichwort: Bremsverhalten an Engstellen!), sind wir langsam weitergefahren. Aber, um Gottes Willen, wir sind seinem Karton mehr als 50cm nahe gekommen. Follpfosten kam also gleich wieder angesprungen

Hey, da steht ein Karton, der hat 100 € gekostet

Mannmannmann… Ich wusste gar nicht dass die bei IKEA sowas verkaufen… Und selbst vom Beifahrersitz war klar, dass da genügend Luft war. Hingestellt, ausgestiegen, kurzes Aufmucken des Reiskochers, dass sie jetzt länger zum Einpacken brauchen würden (Wenn er nicht Tetris in Level 10 mit verbundenen Augen spielt, dann steht er da jetzt noch und seine Freundin wird er auch nicht ins Auto bekommen). Er durfte sich dann ein kures „Wer lesen kann..“ anhören. Wir, rein in die Warenausgabe, Tür unter den Arm geklemmt, halbleeren Kofferraum auf, Kombi is was schönes, und noch einen Hinweis gegeben, dass er nicht mal lesen müsse. Schließlich hätte man für Leute wie ihn Piktogramme erfunden… Beispielsweise Richtzeichen 314 der StVO mit Zusatzzeichen 1048-11, einfach und leicht zu übersehen linker Hand direkt neben seinem Auto. Sprachs, stieg ein und brauste davon.

Hach ja, ich weiß ja nicht wer hier auf wen abfärbt, aber mein Papa ist schon ein cooler Hund! Allein schon für den Spruch und den Spruch an der Ampel:

Den Grünpfeil sollten wir nutzen… Den Typen will ich nicht hinter mir haben!

2 Kommentare

  1. Madse sagt:

    Toll! Am besten alle umbringen. Oder die in Gruen oder wahlweise Blau holen wegen und den Reiskocher und SUV wegen Falschparkens anzeigen. Fertig.

  2. haha…
    kenn ich vom Wohnmobil fahren, das Sing ist zwar 10 m lang aber mit Rückfahrkamera sehr gut einzuparken. ZU gut für so manchen der dann ängstlich hinun her hopst
    🙂

Kommentare sind geschlossen.