Sabo-kratie!

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Wenn es so ist wie ich vermute, dann hat man mir grad aus unserer Hauptstelle in Berlin 19 Seiten Papier geschickt um mir mitzuteilen, dass ich die Programmversion von „94“ auf „97“ ändern soll.

Klären werde ich das erst morgen, da ich heute dazu keinen Nerv mehr habe. Aus Erfahrung weiss ich, dass der Kollege da nicht unter einer halben Stunde Monolog fertig werden wird und mich mindestens drei Mal falsch verstehen wird. MINDESTENS!

Sollte sich mein Verdacht bewahrheiten, dann fühle ich mich ganz stark an diesen Artikel erinnert, den ich heute morgen gelesen habe.

Update #1:
9:30 Eisiges Schweigen aus Berlin… Stattdessen aber eine Mail, dass ich einen meiner Aufträge plötzlich nicht mehr erledigen muss. Gut, dass man mir Bescheid gesagt hat. Vielleicht sollte ich eine Mail schreiben: „Bitte Rücksprache“

Update #2:
10:30 Uhr Bürokratie at its best… Der Sachbearbeiter hat mich angerufen und mir nochmals erklärt, dass die geforderte Versionsnummer nicht nur grafisch ausgegeben werden soll, sondern, da das Programm was ich verunstalte betreue auch in anderer Software zum Einsatz kommt, auch per Rückgabeparameter an der Schnittstelle die Versionsnummer an das aufrufende Programm zurückliefern soll. Hört sich kompliziert an? Ist es aber nicht, wenn man es mal verstanden hat.
Ganz am Ende des Telefonats stellte sich dann raus, dass bewusster Sachbearbeiter immer nur das Kompilat bekommt und nie den Quelltext. Bei allen anderen Fragen müsse ich mich an den Kollegen wenden, der die exe zusammenstellen würde

Update #3:
11:45 Uhr
ICH HABS GEFUNDEN…. und grad als ich mich bei dem Kollegen nochmals rückversichern wollte, rief der mich an und sagte mir prompt die Antwort auf meine Frage… so einfach kann das sein, wenn man es mit den richtigen Leuten zu tun hat!