Projekt 52 – Woche zweieinundzwanzig: Snowwhite’s Streetlife

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So heute mal ein Doppelpost zu Projekt 52. Warum? Erklär ich dann…

Aber erstmal die aktuelle Woche. Hat sich diese Wochen wegen dem Feiertag am Donnerstag und dem schönen Wetter angeboten:

Streetlife

Hier zu sehen mein zu Hause… die wunderschöne Fußgängerzone von Lohr. Warum das mit dem Wetter und dem Wochenende so gut passte? Ganz einfach: Das sind die Grundvoraussetzungen für den Horror jedes Einheimischen. Touristenüberfall… Unglücklicherweise heute auch noch in Form eines Flußkreuzers, vieler Motorradfahrer aus dem befeindeten hessischem und jeder Menge Radfahrer.

Der Versuch einen gemütlichen Kaffee zu trinken ist daran gescheitert, dass die Horden bereits zur Mittagszeit in die Cafés eingefallen waren. Und da die Horden auch überwiegend viel Zeit haben, gibt es noch einen zweiten Sport in der Innenstadt: Touristenslalom. Senioren sind da besonders nervig bei!

Und warum der ganze Auflauf? Jaaa, das bringt mich zu Punkt zwei aus Woche 2 von Projekt 52. Wir sind offiziell Heimat von Schneewittchen. So kitschig es klingt, aber es ist (leider manchmal) wahr. Deswegen mein Beitrag dazu: Das Schnettwittchenschloss


Das ganze kommt wie folgt zustande: Ein hiesiger Apotheker hat in mühevoller Kleinarbeit einiges zusammengetragen. Es gab bei den Grafen von Rieneck ein Tochter, die auf die Grimmsche Beschreibung passt. Auch hier starb die Mutter und die Freundlichkeit der Stiefmutter war nicht all zu groß.

Die „sprechenden“ Spiegel kamen aus der örtlichen Glasmanufaktur, die heute noch die Maggiflaschen herstellen, und enthielten Sinnsprüche im Spiegelglas.

Es gab wohl auch einen Zusammenhang zum Jäger und die Flucht zu den Zwergen setzt sich wie folgt zusammen: In Bieber im Spessart gab es Bergbau, deswegen waren die Leute dort recht klein bzw. bucklig. Und um von Lohr nach Bieber zu kommen, muss man über sieben „Berge“ bzw. Hügel.

Was den Apfel angeht, so gibt es eine lokale Apfelsorte, die sich Lohrer Rambour nennt. Und beim alljährlichen Rambour-Fest verteilt Schneewittchen dann die Äpfel mit ihren Zwergen in der Fußgängerzone.

Soweit ich weiß, haben wir zur Zeit 3 Schneewittchen im Einsatz aber es wird immer wieder Ersatz gesucht. Die Zwerge werden aus einem örtlichen Kindergarten rekrutiert.

Irgendwie hat mich das schon die ganze Zeit gejuckt aber Wetter war nicht so prall und ich bin nicht wirklich am Schloß vorbeigekommen.

Update:

Die offzielle Seite habe ich ganz vergessen: Lohrer Schneewittchen

5 Kommentare

  1. „Touristenslalom“
    herrlich, ich stell mir gerade vor wie du, am besten mit rechts und links je einer Einkaufstüte in der Hand, an denen in der Fußgängerzone vorbeirast, immer locker inb den Knien
    🙂

  2. hazamel sagt:

    Glaub mir, viel anders ist das nicht…. wenn man nur „mal schnell“ einkaufen will und vor einem grad ein Bus ein Haufen Rentner ausgekotzt hat, der dann grad die hübschen Fachwerkhäuschen bestaunt.

  3. Sari sagt:

    das is ja mal faszinierend

  4. Elke sagt:

    Schöne Bilder! Du könntest auch ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich bin kein Tourist“ gebrauchen 😉
    Lieben Gruß
    Elke

Kommentare sind geschlossen.