Projekt 52 – Woche 2: Zeit

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Zweites Thema im neuen Jahr und schon holt Sari die fiesen Themen aus dem Hut. Das Thema Zeit ist ungefähr so offen wie ein Scheunentor und lässt eine Menge Interpretationsspielraum. An Ideen ist mir auch einiges durch den Kopf geschossen: Eine Langzeitaufnahme in der Fußgängerzone mit den vorbeiströmenden Menschen, ein vollgepackter Schreibtisch der symbolisiert, dass Software-Entwickler nicht mit Zeit umgehen können und und und….

Geworden ist es dann ein Bild von meiner Küchenuhr. Warum? Ja, so etwas ähnliches gab es letztes Jahr beim Thema wertvoll schonmal. Aber meine Küchenuhr ist etwas besonderes, wofür ich aber etwas weiter ausholen muss:

Letztes Jahr, als meine Tante gestorben ist, ist kurz vorher die Armbanduhr meines Vaters stehengeblieben. Auf Geheiß meiner Mutter hat er sie seitdem nicht wieder aufgezogen und auch nicht mehr getragen.

Es ist ja ein gern bedientes Klischee, dass irgendwo ein Uhr stehenbleibt wenn jemand stirbt. Mit meiner Küchenuhr ist es ähnlich: Vor meinem Umzug hat diese Uhr schon fast 20 Jahre tapfer ihren Dienst verrichtet. Nach dem Umzug ist sie dann erst langsamer gelaufen und eines Tages ganz stehen geblieben. Auch die Wiederbelebungsversuche mit einer neuen Batterie waren nicht erfolgreich. Es ist fast, als wäre meine Uhr „gestorben“. Und wahrscheinlich war es die Lebensuhr von jemand anderem, dessen Zeit einfach abgelaufen war. Deswegen für diese Woche mein Bild:

Ein Kommentar

  1. Steffi sagt:

    Zeit ist ein gutes Stichwort. Ich wünschte manchmal, sie würde einfach stehenbleiben, damit die Gedanken und Gefühle nicht weiter voranschreiten…

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