Pour toujours, Ubisoft!

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Ich hab ja in den letzten Jahr(zehnt)en viel mitgemacht was Kopierschutz angeht. Angefangen von „Codewörtern“ die zu Beginn des Spieles aus dem Handbuch abgefragt wurden, lustige Drehscheiben, bei denen man aus verschiedenen Gesichtsteilen eine Jahreszahl zusammensetzen musste, Bildercodes, die man aus einer elendlangen Codetabelle ablesen musste, wenn man ein Flugticket im Spiel kaufte bis zu ganz banalem Kopierschutzcode bei der Installation eingeben.

In den letzten Jahren wurde es dann immer dreister, was sich die Publisher gegenüber den Spielern einfallen ließen.

Gegen Steam hab ich mich lange gewehrt und auf ein Spiel wie HL² verzichtet bis es mit der Orange Box und Portal einfach zu reizvoll war.

Ich habe auch Far Cry 2 gespielt obwohl der Kopierschutz wohl das mackigste ist, was mir bis dato auf den Rechner gekommen ist. Wenn die CD nicht mehr erkannt wird bei Spielstart, obwohl sie nie das Laufwerk verlassen hat, dann ist das schon ziemlich mies. Ja, in diesem Zusammenhang habe ich auch den gutgemeinten Ubisoft-Updater überlebt.

Ich habe mir ein EA-Konto angelegt, weil ich Spore spielen wollte und das Spielprinzip einfach faszinierend fand.

Ich habe Modern Warfare 2 auch zweimal installiert, weil Steam meinte, das englische Spiel mit dem deutschen Patch versorgen zu müssen.

Aber das was Ubisoft jetzt bringt, ist dann doch zu dreist: Die Einführung des Internetzwangs, auch im Single-Player. Unterbricht die Verbindung, geht das Spiel in den Pause-Modus und wartet darauf, dass es wieder eine Verbindung bekommt. Peinlich… und doof für einen Publisher, der Flugzeug und Zug-taugliche Spiele wie „Die Siedler“ rausbringt. Sorry, aber unter diesen Umständen ist Assassin’s Creed für den PC für mich gestorben. Jetzt werde ich also entweder auf die schlechtere Grafik auf meinem Röhrenfernseher setzen oder mal wieder die XBox ins Büro schleppen um das Spiel auf dem PC-Monitor zu spielen.

Ich hoffe doch sehr, dass Ubisoft damit so richtig auf die Nase fällt.

3 Kommentare

  1. Ich fühle mich gerade mal dazu genötigt, meinen Senf hier abzugeben.
    Aus Entwickler-Sicht kann man ja ganz klar verstehen, dass diese Menschen versuchen, ihr Produkt vor Raubkopien zu schützen. Wenn’s dann aber soweit geht, dass man dadurch die Gamer beschneidet, die das Spiel ehrlich erwerben und 50 Tacken auf den Tisch legen, womöglich ohne vorher ne ordentliche Demo etc. getestet zu haben, dann geht das meiner bescheidenen Meinung nach ein Stück zu weit.
    Entwickler sind schliesslich kreative Köpfe und wollen Geld verdienen. Dann können sie sich auch mal Gedanken darüber machen, wie man Software effektiv schützen kann ohne ehrliche Nutzer zu verprellen.
    Ich für meinen Teil habe nach deinem Bericht schon gar keine Lust mehr Assassin’s Creed auszuprobieren. Und das obwohl ich Steam bisher nie kritisch gegenüber stand…
    Mal sehen was noch so alles kommt.

    Apropros:
    Den Kalender schicke ich nächste Woche mal auf die Reise. Ist mir leider immer wieder durchgegangen…

    VG
    Funkmaster Flow

  2. Hazamel sagt:

    Seh ich ja auch nicht anders. Nur mitterweile ist man ja als ehrlicher Käufer, und das ja auch nur bei PC-Spielen, eben doch der Dumme.
    Zähneknirschend nehm ich da an, dass ich das Spiel nicht weiterverkaufen kann. Der zweitverwertungsmarkt wird damit 1A platt gemacht.

    Mit Steam hatte ich bis jetzt auch keine größeren Probleme, bis auf das angesprochene.

  3. und wenn ich dann noch, wie gestern, lese, dass die zur Authentifizierung nötigen Server stundenlang down sind oder ein Anmeldevorgang im optimalen Fall auch mal 5-7 Minuten dauern kann, muss man da nicht mehr wirklich drüber reden.

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