Peter Zwegert dringend gesucht!

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Na, wenn das heute Morgen nicht mal wieder eine Meldung war, die so riiiiiichtig auf Stimmenfang gegangen ist.

Unsere Volksverhetzer der Regierungsparteien in Berlin haben ihn ihrem Glashaus mal wieder eine großartige Idee gehabt. Die Staatsverschuldung ist ja schließlich so hoch ausgefallen wie man sich das gar nicht gedacht hätte… Also muss Geld her… Am besten vom gemeinen Volk. Und wo kann man dem nackten Mann da noch in die Tasche greifen?

Richtig! Bei den Lebensmitteln! Wie werden ja nur mit läppischen 7 % Mehrwertsteuer besteuert. Das könnte man ja auch auf 19 % erhöhen. Oder man Heb-Senkt die Mehrwertsteuer gleich ganz auf 18 %. Das würde nach Rechnung der Bundesregierung zwischen 8 und 14 Milliarden Mehreinnahmen ergeben.

Also, wenn man unbedingt Stimmen in allen Wählergruppen loswerden will, dann sollte man sowas machen… Man könnte aber auch einfach Volksverdummung wie die Abwrackprämie vermeiden. Dann hätte man sich schon 6,2 Milliarden Euro ungeplante Neuverschuldung gespart. Oder man sollte vielleicht nicht jeder Bank die Milliarden nur so in den Arsch blasen. Oder auch mal die Eier haben einen großen Betrieb in die Insolvenz laufen zu lassen, statt sich wettbewerbsverzerrend überall einzumischen. Man könnte auch im eigenen Laden einfach mal überprüfen ob man wirklich alles braucht was man da so rumstehen hat.

Vielleicht sollte man Peter Zwegert mal mit seinem Flipchart bei der  Bundesregierung vorbeischicken… Der zeigt denen dann auch, dass man Schulden nicht nur durch die Erhöhung der Einnahmen senken kann sondern auch durch die Senkung der Ausgaben.

Ähnlich spannend dürfte es vor dem Verfassungsgericht werden… Dort hat jemand geklagt, dass die Praxisgebühr eine Diskriminierung der Kranken wäre. Gesunde Menschen müssten die ja bekanntlich nicht zahlen.

Der ursprüngliche Gedanke war ja, dass die Praxisgebühr einen Abschreckungseffekt auf Leute haben soll, die wegen einem Schnupfen gleich zum Arzt gehen und damit die Krankenkassen entlasten (Wofür brauchen die, nach ihrer Entlastung, dann eigentlich noch MEHR Geld?).

Aus meiner Sicht gehen auch hier Wunschdenken und Realität mal wieder vollkommen getrennte Wege: Immer mehr Arbeitgeber gehen schließlich dazu über, schon ab dem ersten Tag eine Krankschreibung haben zu wollen und nicht erst ab dem 3. Das heißt im Umkehrschluss: Wer z.B. Probleme mit den Nebenhöhlen hat

  • Geht entweder auch verschnupft arbeiten
  • oder hat für die Schnupfenzeit ein Dauerabo beim Arzt

Ich habe so das dumme Gefühl, dass das jetzt nicht so das Optimum ist, was man sich davon erhofft hat. Aber sollte der gute Mann Recht bekommen höre ich schon das ächtzen und stöhnen der Krankenkassen, dass man die Beiträge erhöhen müsse um die steigenden Kosten abzufangen.

Auch hier sollte mal jemand, vor allem bei der berühmt-berüchtigten Wasserkopf-Krankenkasse AOK, mal jemand Peter Zwegert mit seinem Flipchart vorbeischicken, um ein bisschen die Ausgaben zu streichen.

2 Kommentare

  1. Madse sagt:

    Ausgaben kosten Geld? Das ist ja unglaublich! ^^

  2. die MWSt. von Blumen soll auch von 7 auf 19% erhöht werden. toller Bringer.

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