Opferrolle

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Tja, man sollte nicht denken, dass ich der Geschädigte bin bei dem Unfall. Und dass es auch noch die gleiche Versicherung ist, bei der ich auch versichert bin.

Nachdem heute schon die Autovermietung anrief was denn jetzt mit dem Leihwagen wäre, musste ich doch nochmal bei der Versicherung anrufen, was denn nun mit meiner Mail wäre, dass ich Kostenvoranschlag bevorzuge und demnach auch kein Leihwagen.

Naja, es war sehr interessant, dass es schonmal sehr lange gedauert hat, bis sich jemand ans Telefon bequemte. Wunderbar… Also Schadensnummer genannt. Fall lässt sich nicht öffnen… Na super!

Kurz erklärt, etwas pampig angemacht gefühlt, und dann noch mehr angepampt worden als sie das Foto gesehen hat (danke fürs Nichtantworten auf meine Mail!). Da sei schließlich nicht zu sehen, dass es mein Auto sei, kein Kennzeichen oder ähnliches. Hey, hätte man das am Telefon mal erwähnt wäre das kein Problem gewesen.

Es hat auch einen Moment gedauert bis die Dame verstanden hatte, dass ich noch KEINEN Kostenvoranschlag habe. Stattdessen murmelte sie nur etwas von Kalkulation

Kurz: Ich fühle mich langsam nicht mehr wie der Geschädigte sondern wie der, der ins Auto gefahren ist. Gefehlt hat mir nur noch ein Satz wie „Da sind sie doch selber Schuld“

10 Kommentare

  1. Meyeah sagt:

    Wie war das? Ihr habt bisher nur gute Erfahrungen mit dieser Gesellschaft gemacht? 😉

  2. hazamel sagt:

    Wenn ich bei ner anderen Versicherung wäre, dann hätte ich die Scherereien trotzdem, weil das ja die Versicherung der Gegnerin ist.

  3. bei dem letzten Unfall bei uns in der Firma hat es nur 11 Monate gedauert bis wir unseren Schaden erstattet bekommen haben. und das bei einer eindeutigen Schuldfrage incl. Richterspruch.

    Versicherungen und Berufsgenossenschaften, wenn du etwas von denen willst sind die nie zuständig.

  4. hazamel sagt:

    Mit ner landwirtschaftlichen BG hatten wir das auch schonmal…. da hat am Ende nur die Drohnung mit dem Anwalt Früchte getragen.

  5. Meyeah sagt:

    Trotzdem ist es die gleiche Gesellschaft. Und wenn sie dich als Nichtschuldigen schon so behandelt, wie sie dich eben behandelt, spricht das nicht gerade für sie.

  6. hazamel sagt:

    Die reden wenigestens mit mir und organisieren alles…. andere gesellschaften haben es ja nicht geschafft 8 Wochen lang auf einen Brief zu antworten…

  7. Steffi sagt:

    Es stimmt, wenn man Gesellschaften mit dem Anwalt droht, bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell die Sachen dann laufen und wie „zahm“ sie dann werden. *g*

  8. Meyeah sagt:

    Meines Erachtens nach hat zwischen dir und der Gesellschaft ein recht reger Briefwechsel stattgefunden. Die Dokumente sind im Zentralrechner immer noch gespeichert.

  9. hazamel sagt:

    Also reger Briefwechsel würde ich das nicht nennen:

    „Hallo wir brauchen….“

    12.2. „Hallo, hab ich nicht… muss ich erst bei der BW anfragen.“

    *schweigen*

    *laaaaaaanges Schweigen*

    *Gefühlte Ewigkeit später nach Rückmeldung BW*

    19.3. „Bitteschön… Unterlagen.“

    Irgendwann im April kam dann als „Antwort“ die Versicherungspolice.

    Wenn ich mich hinstelle und mit mir selber rede ist das auch kein Dialog.

    Beispiel andere Versicherung:

    8:40 Anfrage über Kontaktformular

    8:49 Antwort auf Frage im Postfach

  10. Meyeah sagt:

    Ich denk, dass du zwischendurch eh bei der Bundeswehr und beim Kreiswehrersatzamt nachfragen musstest. Wozu brauchst du da zwischendurch schon Antwort von uns?

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