Neue Wege aus der Zeitungskrise?

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Immer wieder hört man aus der Ecke der Printmedien zwei Klagen im Zusammenhang mit der Verbreitung des Web-Journalismus.

Zum einen dass man auf der Suche nach neuen Bezahl-System wäre mit denen sich der ganze Spaß finanzieren lässt. Und zum anderen dass die Qualität, unter anderem auch durch die als Bürgerjournalisten bezeichneten Blogger, des geschriebenen leiden würde. Soweit zu Problem Nummer 1.

Problem Nummer 2, welches seit kurzem ein persönliches darstellt, scheint erstmal vollkommen losgelöst von Problem Nummer 1 zu sein.

Seitdem ich flattr benutze fällt mir mehr und mehr auf, dass ich gern jemanden für seine Arbeit belohnen würde oder ihm signalisieren würde, dass mir gefällt, was er oder sie geschrieben, gemalt oder fotografiert hat und dass es mich ein Stück vorangebracht hat oder eben nur meinen Tag etwas  erhellt hat.

Da flattr aber eben noch in der Beta-Phase steckt und auch nicht jeder flattr eingebaut hat (oder ich mir die falschen Blogger zum lesen aussuche) kann ich das einfach noch nicht so, wie ich gern würde.

Hier kommen dann aber Problem 1 und Problem 2 zusammen:

Der Einbau von flattr auf Online-Seiten von Zeitungen könnte beide Probleme mit einer Klappe schlagen.

Die Zeitungsverlage hätten das Problem mit der Finanzierung etwas entschärft. Gefällt einem der Artikel, flattr’d (wie schreibt man das nun eigentlich richtig?)  man ihn und honoriert damit die Information und die Arbeit des oder der Journalisten. Populäre Themen werden hier natürlich mehr abwerfen als irgendwelche Randnotizen zu einem Exotenthema. 😉
Gleichzeitig ist es vielleicht auch eine Motivation für die Journalisten, sich mehr Mühe mit den Online-Artikeln zu geben. Qualitativ hochwertige und informative Artikel sollten ja, theoretisch, bei der Leserschaft besser ankommen als schnell zusammengeschriebener Blödsinn.

Da wahrscheinlich jede halbwegs vernünftige Zeitung ein CMS einsetzt um die Seite zu gestalten, sollte es auch nicht weiter schwer sein, diese Verlinkung technisch in die Artikel einzubinden. Die meisten haben das ja mittlerweile auch mit Twitter und Facebook hinbekommen.

Dass es geht und scheinbar interessant zu sein scheint, zeigt, dass die taz zumindest einen Versuch startet.

Allerdings würde die Einführung von flattr und dessen Auswirkungen ein ganz anderes Problem deutlich machen, was mancher, traditioneller, Zeitungsverlag doch lieber ignoriert: Kommunikation und Interaktion mit dem Leser. Denn bis jetzt wird die Kommentarfunktion zur veröffentlichten Artikel entweder weitestgehend ignoriert ( so schon mehrfach auf der Seite der  Mainpost erlebt) oder man ist schockiert davon dass der Leser eine eigene Meinung hat und reglementiert und zensiert brutalstmöglich und kritisiert obendrei noch, dass der Leser eine eigene Meinung hat (so erlebt bei der Süddeutschen).

Aber vielleicht bringt es ja doch die eine oder andere Zeitung zum umdenken und man geht eben diese Probleme an. Immerhin geht es ja um Geld… 😉

2 Kommentare

  1. Falko sagt:

    Komisch ist, dass seit ich das hier lass, taz.de nur einen 503’er anzeigt… Du sollst doch nicht…erst google und nun das.

  2. hazamel sagt:

    Bei mir gehen beide Links. Vielleicht wirste mal wieder gemobbt

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