Making-of „Regenfotos im See“

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Normalerweise, wenn ich mit jemand Fotos mache, waren die äußeren Bedingungen halbwegs kontrollierbar und nicht sonderlich gefährlich.

Gestern war das mal ausnahmsweise anders. Angefangen beim Wetter.

Der Sommer war, gefühlt, eine Aneinanderreihung von schlechtem Wetter und alles andere als ideal für tolle Sommerfotos mit Sonnenschein und allem was man sich halt so unter Sommer vorstellt. Also habe ich mich ja hilfesuchend ans Netz gewandt um eben typische Sommer 2010 Fotos zu machen: Regenschirm, Gummistiefel und eben Scheißwetter. Schöne Tropfeneinschläge im Wasser hatte ich im Kopf. Eine Frau die mit Schirm im Regen im See steht…

Frau: Check
Outfit: Check
Regenschirm: Check

Wetter… ähm… Moment! Es freut mich durchaus für Straßenmusik Festival, dass so tolles Wetter ist, aber ich hätte gern zumindest ein paar finstere Wolken. So werden die Bilder dann wohl etwas skurriler…

Und ich hatte schon Angst dass es nicht skurriler werden kann, als mit einer Frau mit Wasserphobie in einem See Fotos zu machen.

Meine Angst war unberechtigt…

Durch das gute Wetter hatte es nämlich gleich noch ein paar Griller an den Erlabrunner Badesee gezogen als wir dort mit Kamera und Schirm bewaffnet auftauchten.

Die waren dann allerdings nicht weiter störend… Störender war es, dass ich die Idee, Fotos auf der Insel zu machen daran scheiterte, dass die Seilbahn schon eingemottet war und der Wasserstand so hoch war, dass man trockenen Oberschenkels irgendwie nicht übergekommen ist. Falsche Kleidung. Und Jenna, die darauf bedacht war, einen respektvollen Abstand zwischen der Oberkante ihrer Gummistiefel und dem Wasserstand einzuhalten.

Wir bekamen sogar von einer Dame ein Schlauchboot angeboten um auf die Insel zu kommen, was wir aber dankend ablehnten. Auch die Aussage, dass sie schon am Amazonas gewesen sei und dies hier das wohl ungefährlichste Gewässer im Umkreis von 1000km sei, was die Tiere darin angehen würde, konnte nicht so wirklich beruhigen. Auch wenn ich mit nackten Beinen und hochgebundenen Hose im Wasser stand.

Was nicht hochgebunden werden konnte, war mein Hintern, der recht schnell Bekanntschaft mit dem Wasser machte… Kurz bevor Jenna mich darauf hinwies, dass wir dokumentiert wurden… Gut dass ich dass das in meinem Rücken passierte und ich keine Brille auf hatte. Sonst wäre mir mein nasser Hintern sicher peinlich gewesen.

Und auch wenn es nicht geregnet hat, hat es sehr viel Spaß gemacht und so panisch sah mein Model dann doch nicht aus. Das Ergebnis spricht ja auch für sich, denke ich…