Lass‘ den Wookie gewinnen


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Die klassische Variante von „Lass‘ den Wookie gewinnen“ hat ja eher was mit ungesund entfernten Gliedmaßen zu tun.

In diesem Fall lag die Sache etwas anders.

Wie stellt man als Nerd möglichst geschickt fest, ob das weibliche Indiviuum (aka „Frau“) das einem gegenüber sitzt, in das angestammte Beuteschema des Nerds passt. Die Frage ob sie mit Star Trek etwas anfangen kann, hatte sich schon mehr oder weniger erledigt (Test: positiv), aber viel wichtiger:

Kennt sie die Grundbegriffe von Star Wars

Kein Nerd dieser Welt möchte schließlich ein Desaster erleben wie es schockierend in „How I met your mother“ am Beispiel der Testperson „Stella“ dargestellt wird:

Eine Frau, die keine Ahnung von Star Wars hat!

Die Vorgehensweise muss dabei aber sehr subtil gewählt werden. Es soll ja nicht nach abklopfen aussehen. Sätze wie

Ey, kennst du Star Wars? Was hältst du denn davon?

verbieten sich also schonmal aus zwei Gründen:

  1. Würde man so einen Spruch eher jemand aus der tiefhosentragenden Fraktion zutrauen
  2. Könnte es verschreckend bis verstörend auf die Frau wirken

Um dennoch die Tauglichkeit der „Frau“ zu testen, braucht es also Timing, Geduld und Fingerspitzengefühl.

Timing, damit es nicht zwangsläufig so aussieht als habe man genau diese Frage schon seit Monaten fertig präpariert auf einer laminierten Karte in der Tasche, was natürlich kein Mensch tun würde, auch wenn Vorbereitung schließlich alles ist…

Geduld, um den richtigen Moment für diese Frage abzuwarten und nicht irgendwie plump den Bogen zum Thema Star Wars zu schlagen.

Und schließlich Fingerspitzengefühl, sonst kann man sich wirklich gleich zur schon genannten Fraktion der Toastbrot-Intelligenzler gesellen. Positiv daran dürfte sein, dass man vor Zombies und Brainslugs ziemlich sicher ist…

Dann, wenn zum Beispiel das Thema auf Haare, verstopfte Abflüsse und ähnliche Dinge kommt, kann man, wie zufällig (Siehe oben: Von wegen Zufall…) einen Satz fallen lassen wie

Oh, du hattest einen Wookie in deinem Abfluss? Kashyyk hatte ich mir irgendwie immer größer vorgstellt.

Sollte es auf diese Frage Zustimmung (Volltreffer!!!) oder zumindest ein Lächeln geben (Akzeptabel) kann man den Test als positiv werten.

Kommt dann, ähnlich wie bei „How I met your mother“ nur Gefasel von wegen Teddybär (Naja, immerhin hat sie den Film gesehen) oder ein Gesicht, dass auf kurzzeitige innere Krämpfe beim nachdenken schließen lässt, sollte man dringlichst auf Abstand gehen. Außer man legt keinen Wert auf ein Basiswissen aus Star Wars… aber dann hätte man sowas auch nicht gefragt.

Abschließend, Hinweis für die nicht-existente, laminierte, Taschenkarte, sollte Bedacht werden, dass Wookies (und auch Ewoks) beiden Geschlechts überall behaart sind… Zu große Sympathie kann also durchaus zu Überraschungen führen… Aber das ist eine andere Geschichte.

(Da alle verwendeten Begriffe und Ausdrücke selbsterklärend sind für die Zielgruppe, wurden mit Absicht keine Links gesetzt)

Ein Kommentar

  1. Verena sagt:

    Ich möchte mir den Abschlusskommentar, dass Wookies als Lieblingscharakter etwaige Rückschlüsse auf Körperbehaarung zulassen, verbitten. Ich trage ja schließlich auch keine Plastikmaske, ne?

    Ja, die lieben Nerd-Tests. Ich erinnere mich noch an die frühen Dates mit meinem Freund, wo ich Begriffe wie Railgun, Schrödingers Katze, Spice, Embassador GKar, Jabba the Hut, Chaoszwerge, Ork, RocketLauncher, Betty, Fallout … vorsichtig einfliessen lies. Als auf meine feinen Schachzüge mit SniperRiffle, Quantenteleportation, Tiak, Jadzia Dax, Captain Archer, Embassador Kosh und so weiter geantwortet wurde, war alles klar.

    Nerd loves Nerd.

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